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So stark sind die Leipziger Mieten seit 2023 gestiegen

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Die Stadt Leipzig hat den neuen Mietspiegel vorgestellt, der ab 1. Juli gelten und für rechtliche Sicherheit sorgen soll. Die Durchschnitts-Kaltmiete in Leipzig ist demnach seit dem letzten Mietspiegel von 2022 auf über 6,56 gestiegen. Das ist ein Anstieg um 4,3 Prozent seit dem letzten Mietspiegel von 2022 (6,29 Euro).

Hier stiegen die Mieten besonders stark

Je nach Stadtteil sind die Mieten verschieden stark gestiegen. Auffällig aber: Besonders bei Wohnungen mit einer Fläche von über 90 Quadratmetern seien die Preise geklettert - und zwar im Schnitt um 9,6 Prozent. Einen starken Anstieg habe es auch bei den ab 2005 gebauten Wohnungen gegeben - hier im Schnitt um rund 12 Prozent.

Im neuen Mietpreisspiegel erstmals berücksichtigt worden seien auch das Alter von Einbauküchen sowie Ausstattung und Mobiliar. Der Stadtrat muss ihn allerdings noch beschließen. Er gilt allerdings bereits jetzt als rechtssicher. Denn sowohl die Interessenvertretung der Mieter (Deutscher Mieterbund - Mietverein Leipzig e.V.) als auch die der Vermieter (Zusammenschluss mehrerer Wohnungsgenossenschaften) haben bereits zugestimmt.

Darum ist der Mietspiegel wichtig

Der Mietspiegel gibt vor allem eine Orientierung über die ortsüblichen Vergleichsmieten. Liegt die eigene Miete zum Beispiel 50 Prozent oder mehr drüber, kann man wegen Wucher dagegen klagen.

Für die Erstellung wurden 12.000 Leipziger Haushalte befragt. Mehr als 90 Prozent haben geantwortet. Wohl auch, weil es verpflichtend war. Wer nicht geantwortet hat, müsse nachträglich noch mit einer Geldstrafe rechnen, heißt es.