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Staatsan­waltschaft hofft auf Wende im KWL-Bestechungsprozess

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Im KWL-Untreue- und Beste­chungs­pro­zess hofft die General-Staats­an­walt­schaft auf eine Wende. Kommenden Mittwoch soll der Anwalt der Wasser­werke als Zeuge aussagen und über die Koope­ra­tion mit den Angeklagten Heininger, Blatz und Senf bei der Aufklä­rung des Skandals berichten. Außerdem sollen die Beschul­digten ihre Aussagen aus den Verneh­mungen im Sommer bestä­tigen – andern­falls müssten die Polizei­be­amten von damals ebenfalls als Zeugen aussagen. Demnach könnte sich der Prozess noch bis ins nächste Jahr ziehen.Laut Anklage hatte sich Ex-Wasser­werke-Chef Klaus Heininger von den beiden Mitan­ge­klagten beste­chen lassen und daraufhin Verträge unter­schrieben, die die Stadt bis zu 290 Millionen Euro kosten könnten. Der vom Gericht vorge­schla­gene Deal mit Heininger sorgt unter­dessen weiter für Diskus­sionen. Der Vorsit­zende hatte dem 51-Jährigen eine Höchst­strafe von fünf Jahren Gefängnis angebeoten, wenn er ein umfas­sendes Geständnis ablegt. Aller­dings blieben bisher noch einige wichtige Fragen offen. Die General­staats­an­walt­schaft lehnt die Absprache deshalb weiterhin ab und verlangt eine komplette Aufklä­rung des Untreue-Skandals.