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Staatsschutz ermittelt nach Anschlägen in Naunhof

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Nach mehreren Anschlägen in Naunhof (Kreis Leipzig) hat der Staats­schutz die Ermitt­lungen aufge­nommen. Bei den Attacken auf zwei Asylbe­wer­ber­un­ter­künfte sowie die Wohnung eines Politi­kers der Linken waren Scheiben zerstört und Schmie­re­reien hinter­lassen worden, wie das Opera­tive Abwehr­zen­trum am Montag mitteilte. Über die Höhe des entstan­denen Sachscha­dens konnten noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittler gehen von einer politisch motivierten Tat aus. Die unbekannten Täter hatten am Sonntag­morgen Beton­bro­cken, Ziegel- und Pflas­ter­steine auf die Gebäude geworfen. Dabei durch­schlug eines der Wurfge­schosse das Wohnzim­mer­fenster des Kommu­nal­po­li­ti­kers Michael Eichhorn (Linke). „Ich habe auf dem Sofa geschlafen und wurde von dem Lärm geweckt“, sagte Eichhorn. Der Stein habe ihn nur knapp verfehlt. Nachdem es in der Vergan­gen­heit bereits verbale Attacken auf ihn gegeben habe, sei dieser Angriff nun von einer neuen Qualität.  Unmit­telbar nach den Vorfällen setzte die Polizei einen Fährten­such­hund ein. Weitere Einzel­heiten machet die Behörde mit Verweis auf die laufenden Ermitt­lungen nicht. Bei ihren Angriffen hinter­ließen die Unbekannten den Spruch „Handeln statt zuschauen“. Die Linke verur­teilte die Anschläge. Diese hätten sich klar gegen Geflüch­tete und ihre Unter­stützer gerichtet. Der betrof­fene Politiker engagiert sich den Angaben der Partei vor Ort aktiv für Geflüch­tete.