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Stadt kümmert sich um Investor für mögliche Eishalle

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Das Ringen um eine Eishalle für Leipzig geht weiter. Die Stadt soll sich jetzt verstärkt um einen mögli­chen Investor für eine solche Halle bemühen. Der Stadtrat hat einer entspre­chenden Petition am Mittwoch einstimmig zugestimmt. Der Leipziger Eissport­club engagiert sich seit Jahren für den Bau einer solchen Halle. Im Moment müssen die Sportler in der Zelthalle in Taucha trainieren. Die Stadt hat es bisher abgelehnt, eine Eishalle selbst zu bauen und zu betreiben. Neuer Direktor fürs Natur­kun­de­mu­seum einstimmig gewähltNach über zwei Jahren bekommt das Natur­kun­de­mu­seum endlich wieder einen Direktor. Ronny Maik Leder wurde am Mittwoch einstimmig vom Stadtrat in dieses Amt gewählt. Der 39 Jahre alte Geologe und Paläon­to­loge hat in Leipzig studiert und arbeitet aktuell im Florida Museum of Natural History. Am 1. Dezember tritt Leder sein Amt in Leipzig an. Bis Sommer muss er dann ein neues Konzept für das Natur­kun­de­mu­seum erarbeiten. Leder zeigte sich zutiefst bewegt, für ihn sei diese Aufgabe schon immer ein großer Traum gewesen. Knappe Entschei­dung: Stadt verschärft Polizei­ver­ord­nungNach langer, hitziger Diskus­sion hat der Stadtrat am Mittwoch der Änderung der Polizei­ver­ord­nung zugestimmt. Nur knapp zwei Drittel der Räte stimmten dafür. Ordnungs­bür­ger­meister Heiko Rosen­thal erklärte im Vorfeld, dass in der letzten Zeit viele Beschwerden von Anwoh­nern, Händlern und den Kirchen einge­gangen sind. Sie beklagten unter anderem, dass Kinder in der Innen­stadt oft zum Betteln missbraucht werden und sich viele von der Straßen­musik beläs­tigt fühlen. Erwach­senen soll künftig verboten werden, dass sie ihre Kinder mit zum Betteln nehmen, allein bettelnde Kinder werden dem Kinder­not­dienst übergeben. Straßen­mu­siker dürfen zudem nur noch maximal 30 Minuten an einem Ort spielen, danach müssen sie weiter­ziehen. Zudem müssen sie eine Mittags­pause von 13 bis 15 Uhr einhalten und dürfen nur noch bis maximal 22 Uhr spielen. Verstärker sind nur noch bis maximal 20 Watt zulässig.Kritik hagelte es vor allem von Linken und Grünen. Die Regelungen seien kaum umsetzbar – die Mitar­beiter des Ordnungs­amtes könnten zum Beispiel nicht mit einer Stoppuhr neben den Straßen­mu­si­kern stehen. Viele Punkte sind außerdem schon gesetz­lich geregelt: zum Beispiel der Lärmschutz oder aggres­sives Betteln. Kinder unter­liegen außerdem der Schul­pflicht.Der Frakti­ons­vor­sit­zende der Linken, Sören Pellmann, will außerdem von der Landes­di­rek­tion prüfen lassen, ob das Bettel­verbot für Kinder nicht sogar gegen die UN-Kinder­rechts­kon­ven­tion verstößt.Schwimm­halle im Leipziger Osten überra­schend abgelehntDer Leipziger Osten braucht dringend eine neue Schwimm­halle – da sind sich die Stadt­räte einig. Doch auf dem von der Stadt vorge­schla­genen Otto-Runki-Platz an der Eisen­bahn­straße wird sie nicht gebaut. Der Stadtrat hat das Vorhaben am Mittwoch mit knapper Mehrheit überra­schend abgelehnt. Vor allem CDU und Grüne stimmten gegen den Standort. Unter anderem sei es die einzige verblie­bene Grünfläche in der Umgebung. Nun wird noch einmal geprüft, wo die Schwimm­halle gebaut werden könnte. Die Stadt hatte vorher schon 14 Stand­orte im Leipziger Osten geprüft – jetzt geht die Suche von vorn los. Linken-Stadt­rätin Margitta Hollick war darüber beson­ders verär­gert. Gerade im Leipziger Osten gebe es durch den hohen Migran­ten­an­teil viele Menschen, die nicht schwimmen können. Das Angebot werde deshalb dringend gebraucht.