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Stadt lässt neue Flüchtlingsunterkunft für alle Leipziger bauen

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Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) errichtet in den nächsten Jahren eine neue Flüchtlingsunterkunft für die Stadt. Das hat das Rathaus am Freitagnachmittag mitgeteilt. Es soll ein Bau mit Weitblick werden.

Was und wo gebaut wird

Der Neubau mit 40 Wohnungen für bis zu 200 Menschen werde auf dem unbebauten Grundstück an der Grünauer Allee 84 errichtet - und zwar bis 2028. Aktuell geschätzte Baukosten: rund 12 Millionen Euro. Der Baubeginn sei fürs erste Halbjahr 2026 vorgesehen, heißt es.

Erst für Flüchtlinge, dann für alle

„Nach Fertigstellung mietet die Stadt Leipzig das Gebäude langfristig an“, teilte das Rathaus mit. Und weiter: „Die Unterkunft wird als Wohngebäude errichtet, so dass die Wohnungen dem allgemeinen Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen, sobald sie nicht mehr für die Unterbringung von Geflüchteten benötigt werden.“

Beschlossen worden sei das im am Freitag im LWB-Aufsichtsrat. Der Neubau soll  „in serieller Bauweise“ erfolgen. Denn die Vorfertigung von Modulen würden „wesentliche Zeitvorteile“ bieten. Als nächstes werde nun die Ausschreibung der Bauleistungen vorbereitet.

Bewirtschaftung, soziale Betreuung und Wachschutz werde einem externen Dienstleiter übergeben. „Die Stadt Leipzig informiert am 5. Mai den zuständigen Stadtbezirksbeirat Leipzig-West über die geplanten Gemeinschaftsunterkünfte in der Grünauer Allee 84 und in der Plovdiver Straße 52.“ Auch die zweite werde von der LWB errichtet. Weitere Infos gibt´s hier

So begründet die Stadt Leipzig den Neubau

Aktuell würden weiterhin viele Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten flüchten, um Schutz in Deutschland zu suchen. „Die Kapazitäten der bestehenden Gemeinschaftsunterkünfte sind begrenzt, deshalb erfolgt vorübergehend die Unterbringung in kurzfristig hergerichteten Notunterkünften.“ Doch die wolle man „perspektivisch“ ablösen. Deshalb suche das Sozialamt in der ganzen Stadt nach geeigneten Häusern und Flächen.

Tag der offenen Tür

Am Samstag gibt´s übrigens in der neuen Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge an der Hohmannstraße in Leipzig-Eutritzsch einen Tag der offenen Tür. Von 10 bis 12 Uhr könne man sich die Unterkunft von innen anschauen, wie die Stadt mitteilte. Bis zu 210 Menschen könnten in dem dreistöckigen Gebäude untergebracht werden. Es werde ebenfalls zunächst für zehn Jahre angemietet. Der Einzug der ersten Bewohner sei für Anfang April vorgesehen, heißt es.