Stadt will historisches Stadtbad doch selbst betreiben
Jahrelang wurde nach Investoren für das historische Stadtbad im Zentrum-Nord gesucht - nun will die Stadt das Bad doch selbst denkmalgerecht sanieren und als Sportstätte betreiben. Wie es aus dem Bauamt heißt, sollen zwei Varianten geprüft werden: die Inbetriebnahme der Frauen- und Männerschwimmhalle inklusive einer Saunalandschaft oder nur die Frauenschwimmhalle mit Sauna, der Rest könnte als Büro- und Archivfläche genutzt werden.
250.000 Euro wurden dafür zunächst eingeplant - der Stadtrat muss noch darüber abstimmen. Die Stadt würde damit die Ausschreibung zum Verkauf des Bades aus dem Jahr 2005 beenden. „Für die Stadt Leipzig ist das historische Stadtbad von herausragender Bedeutung“, sagte Baubürgermeister Thomas Dienberg. „Den Verbleib im Besitz der Stadt – unter einem tragfähigen Nutzungskonzept als Schwimmhalle, was sich so viele Leipzigerinnen und Leipziger wünschen – sehe ich deshalb als große Chance an.“
Das Stadtbad wurde 1916 eröffnet und war damals mit seinem integrierten Wellenbad eines der modernsten Hallenbäder Europas. Es ist das älteste Hallenbad Leipzigs. Herzstück des Bades war die prunkvolle Damensauna mit ihren Säulen, Bögen und ornamentverzierten Fliesen. 2004 musste das Bad wegen baulicher Mängel geschlossen werden.