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Stadtrat beschließt Asyl-Massenun­terkunft und umstrittenes Verkehrskonzept

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Der umstrit­tene STEP-Verkehrs­plan wird umgesetzt – das hat der Stadtrat am Mittwoch-Abend mehrheit­lich beschlossen. Das Konzept sieht unter anderem vor, den motori­sierten Indivi­du­al­ver­kehr in der Innen­stadt in den nächsten zehn Jahren von derzeit 40 auf 30 Prozent zu reduzieren. Die Leipziger sollen das Auto öfter stehen lassen und auf Bus und Bahn oder Fahrrad umsteigen – oder eben zu Fuß gehen. Vor allem CDU, FDP und AFD kriti­sierten, dass der Wirtschafts­ver­kehr stark beein­träch­tigt und auch beson­ders ältere Menschen benach­tei­ligt werden. Auch den Ausbau der Massen­un­ter­kunft für Flücht­linge in der Torgauer Straße hat der Stadtrat am Mittwoch-Abend beschlossen. Eigent­lich sollte das marode Asylheim schon öfter geschlossen werden. Wegen der anhal­tenden Flücht­lings­ströme wird die Unter­kunft aber weiterhin gebraucht. Laut Sozial­bür­ger­meister Thomas Fabian werden in diesem Jahr etwa 2.600 Asylbe­werber in Leipzig erwartet – zehn Mal so viele wie noch 2011. Die Kosten für die Sanie­rung belaufen sich auf rund sechs Millionen Euro.