Stadtrat beschließt Umzug des Naturkundemuseums
Der Leipziger Stadtrat ist am Mittwochabend zum ersten Mal in diesem Jahr zusammengekommen. In einer aktuellen Stunde zu Anfang waren die Krawalle vom 12. Dezember durch Linksautonome und der Angriff von rechten Hooligans auf Connewitz am 11. Januar noch einmal Thema. Dabei veurteilten alle Parteien die Gewaltexzesse. Auch Polizeipräsident Bernd Merbitz sprach im Stadtrat. Er sagte, man müsse sich jetzt vor allem Gedanken um die Ursachen machen und forderte eine parteiübergreifende Diskussion. Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal legte Zahlen zu links- und rechtsmotivierter Gewalt vor, die aber zum größten Teil aus dem Jahr 2014 stammten. Die Ergebnisse aus einer im August 2015 angeordneten Studie zur urbanen Gewalt konnten noch nicht vorgestellt werden. Es müsse ein offener Diskurs geführt werden, schloss Oberbürgermeister Burkhard Jung die aktuelle Stunde ab. Naturkundemuseum zieht umBeschlossene Sache ist nun der Umzug des Naturkundemuseums in die Halle 7 der Baumwollspinnerei. Einer der vielen Streitpunkte war, was mit dem bisherigen Standort in der Lortzingstraße passiert. Nun soll er von der Stadt nach Konzeptvorlage an den Höchstbietenden verkauft werden. In einem nächsten Schritt wird jetzt geprüft, wie die Bus- und Bahnanbindung in den Leipziger Westen zum neuen Standort verbessert werden kann. Dort teilt sich das Naturkundemuseum die Halle 7 mit dem freien Theaterzentrum.Sexuelle Belästigung in SchwimmbädernEin weiteres Thema wurde kurzfristig mit in die Stadtratssitzung aufgenommen - in den Schwimmbädern der Stadt sollen in der letzten Zeit Frauen durch Flüchtlinge belästigt worden sein. Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal erklärte, dass es sich um drei bekannte Fälle handelt, in denen die Intimsphäre missachtet wurde. In erster Linie kam es in den Schwimmbädern zu Lärmstörungen und riskantem Verhalten am Becken. Um weiteren Fällen von sexueller Belästigung vorzubeugen, sollen die Mitarbeiter der Schwimmbäder besser für solche Situationen sensibilisiert werden. Außerdem soll es eine engere Zusammenarbeit mit der Polizei geben.