Stadtrat: Ende von Verkehrschaos am Hauptbahnhof Leipzig?
Autos, Straßenbahnen und jede Menge Fußgänger, die in die Innenstadt wollen – vor dem Hauptbahnhof gibt es immer mehr Verkehr. Damit steigt dort auch das Unfallrisiko. Die Stadt soll jetzt nach einer Lösung suchen. Vom Stadtrat wurde sie beauftragt, zwei mögliche Szenarien zu prüfen. Die Idee der CDU ist es, die Fahrbahnen für den Autoverkehr tiefer zu legen, dann wäre überirdisch mehr Platz für Fußgänger und die Straßenbahnhaltestellen. Auch der Vorschlag der Grünen, den Willy-Brandt-Platz für den Autoverkehr zu sperren, wird unter die Lupe genommen. Dabei soll auch eine erste Kostenschätzung erstellt werden – bis Herbst 2017 soll das Ergebnis vorliegen. (Außerdem soll langfristig über ein Verkehrskonzept für die erweiterte Innenstadt beraten werden.)Stadt investiert weiter in SchulenDie Stadt investiert weiter in die Schulen der Stadt. Gleich vier Projekte wurden gestern im Stadtrat beschlossen. In die Schule an der Gorkistraße werden nochmal zusätzlich 1,8 Millionen Euro gesteckt, die Gesamtkosten belaufen sich auf über 20 Millionen. Außerdem wird die Schule künftig den Namen Goethe-Gymnasium tragen. Das Haus zwei der Ernst-Pinkert-Grundschule soll für fünf Millionen Euro und die ehemalige Erich-Kästner-Grundschule an der Erfurter Straße für über sieben Millionen Euro modernisiert werden. Letztere soll zur dreizügigen Grundschule ausgebaut werden. Außerdem bekommt die Schule am Auwald eine neue Mensa für 1,4 Millionen Euro.Ehemaliger Elsterstausee wird zum NaherholungsgebietSeit Jahren schon ist der Elsterstausee westlich des Cospudener Sees ausgetrocknet. Jetzt hat der Stadtrat beschlossen, dass das auch so bleibt. Der Entscheidung war eine emotionale Debatte vorangegangen. Einige Räte hätten den See gern wieder mit Wasser befüllt gesehen. Doch da er künstlich angelegt wurde, braucht er auch einen künstlichen Wasserzulauf. Die Bewirtschaftung wäre für die Stadt zu teuer und in all den Jahren hat sich auch niemand gefunden, der das Geld in die Hand nehmen würde. Deshalb soll der Elsterstausee nun ein Naherholungsgebiet mit Wiesen und Fußwegen werden. Wie das Ganze genau aussehen soll, darüber sollen die Anwohner mitentscheiden dürfen. Auch Tiere sollen dort weiterhin weiden, dafür wurde sogar extra eine halbe Stelle für einen Schäfer geschaffen.