Stadtrat entscheidet über Durchstich zwischen Karl-Heine- und Elster-Saale-Kanal
In der Kongresshalle am Zoo kommt der Stadtrat am Mittwoch zu seiner zweiten Sitzung in diesem Jahr zusammen. Dabei wird es auch um einen Antrag der Grünen zu sogenannten Schanigärten in Leipzig gehen.
Das sind Stellflächen und Parkplätze, die für eine gewisse Zeit als Freisitze genutzt werden. Bekannt ist dieses Gastro-Modell vor allem aus München. Die Grünen-Fraktion schlägt nun vor, das Konzept auch in Leipzig umzusetzen. Denn damit könnten vor allem von Corona betroffene Gastronomen unterstützt und der Stadtraum belebt werden. Die Fraktion fordert, für Schanigärten in Leipzig einfache Genehmigungsverfahren und eine geringe Bearbeitungspauschale zu ermöglichen.
Außerdem geht es auch darum, ob sich Leipzig für das Förderprogramm des Bundes „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ bewirbt. 4,8 Millionen Euro Förderung für die City wurden ja schon in Aussicht gestellt. Der Stadrat soll auch entscheiden, was dann mit dem Geld gemacht wird.
Weiterhin wird es auch um den schon langen diskutierten Durchstich zwischen dem Karl-Heine- und dem Elster-Saale-Kanal gehen. Dazu liegen Anträge der Stadtverwaltung sowie der AfD-Fraktion vor.
Beide Anträge sprechen sich für eine schnelle Realisierung des Projektes aus. Laut Stadtverwaltung muss dafür allerdings zunächst geklärt werden, welche überregionalen Fördermittel hierfür eingeworben werden können. Daher sei ein konkreter Zeitplan derzeit nicht realistisch. Der Durchstich umfasst neben dem Bau der Wasserstraße auch zwei neue Brücken auf der B87 und der Museumsfeldbahn.
Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung ist der kommunale Wärmeplan für eine klimaneutrale Wärmeversorgung in Leipzig. Dazu liegen Anträge des Oberbürgermeisters sowie der Grünen und der Freibeuter vor. Mit dem Plan soll ab 2040 die klimaneutrale Wärmeversorgung unserer Stadt entwickelt und gestaltet werden. Die Stadt will den Plan bis Ende nächsten Jahres erarbeiten. Dabei soll auch geprüft werden, ob eine klimaneutrale Wärmeversorgung in Leipzig bereits bis 2035 erreicht werden kann.