Stadtrat lehnt Alkohol- und Rauchverbot auf Spielplätzen ab
Auf den Spielplätzen in Leipzig wird es auch künftig kein generelles Alkohol- und Rauchverbot geben. Einen entsprechenden Antrag hat der Stadtrat am Mittwochabend abgelehnt. Es gebe bereits eine Regelung in der Polizeiverordnung, hieß es aus dem Ordnungsamt. Allerdings ist sie nicht so strikt formuliert. Demnach darf Alkohol auf den Spielplätzen getrunken werden, solange sich niemand belästigt fühlt. Laut der Polizeiverordnung ist auf den Spielplätzen störendes und ungebührliches Verhalten verboten. Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal kündigte aber an, die Regeln für Wiesen, Parks und Spielplätze nochmal zu überarbeiten und dem Stadtrat vorzulegen.Bürgeramt Mitte zieht in die Otto-Schill-StraßeDas Bürgeramt am Burgplatz hat einen neuen Verwaltungssitz. Der Stadtrat hat dem Umzug in die Otto-Schill-Straße zugestimmt. Die Räume des denkmalgeschützten Gebäudes am Innenstadtring werden für die nächsten 25 Jahre angemietet, erklärte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau. Unter anderem soll auch die Stadtkasse auf den rund 6.000 Quadratmetern Platz finden.Hoffnung für Tramlinie 9 Die Gleise und die Oberleitung zwischen dem Connewitzer Kreuz und Markkleeberg bleiben vorerst erhalten – und damit die Hoffnung, dass die Straßenbahnlinie doch irgendwann wieder nach Markkleeberg rollt. Seit Ende letzten Jahres ist die Strecke der Tram 9 verkürzt. Spätestens 2017 wird sich mit dem Beschluss des neuen Nahverkehrsplans auch über die Zukunft der Teilstrecke entscheiden. Neue Flüchtlingsunterkünfte am „Prager Dreieck“Im so genannten Prager Dreieck und in der Diezmannstraße sollen neue Modulbauten für bis zu 1.000 Flüchtlinge entstehen. Der Stadtrat hat einem entsprechenden Eilbeschluss zugestimmt. Drei Gebäude mit 90 Wohneinheiten werden in der Prager und der Philip-Rosenthal-Straße gebaut, die auch nach ihrer Funktion als Notunterkunft weiter genutzt werden können. Zwei weitere Modulbauten entstehen in der Diezmannstraße. Damit handelt die Stadt im Hinblick auf die kommenden Wochen – die Unterkünfte am Brühl und der Alten Messe fallen weg mit insgesamt 1.400 Plätzen. Insgesamt zahlt die Stadt für den Bau der Unterkünfte rund 15 Millionen Euro.