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  • Die Gaststätte "Gosenschenke Ohne Bedenken" in der Putin einst Stammgast war.

Stammgast Putin in Leipzig: Wie „eine graue Maus“ in der Gosenschenke den Chef markierte

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In der Leipziger „Gosenschenke ohne Bedenken“ gibt es eigentlich traditionelles Gosenbier – einen leicht säuerlichen Weizenbier-Klassiker. Doch in den 80er-Jahren gab es dort noch eine ganz andere Besonderheit. Der heutige russische Präsident Wladimir Putin war hier alle ein bis zwei Wochen Stammgast. An sein Auftreten damals erinnert man sich heute noch in der Kneipe …

„Eine russische graue Maus“

Wie uns der frühereWirt Jens Kröger erzählt hat, ist Putin damals immer als KGB-Agent aus Dresden angereist. Dort war er ja stationiert. Er sei meist zusammen mit sowjetischen Offizierenin Uniform gekommen: „Die brachten immer so einen kleinen Kerl mit, halb unter dem Arm geklemmt, mit grauem Anzug, eben so eine russische graue Maus“, erinnerte sich Kröger an die Geschichten seines Vorgängers. Obwohl Putin völlig unbekannt war, sei er damals schon sehr selbstbewusstaufgetreten: „Der hat sich immer so aufgeführt, als wäre er der Chef.“

„Moskowskaja“ wurde mit Gosenbier runtergespült

An seinem Lieblingstisch mit Blick aufs Buffet habe es sich Putin sich gutgehen lassen. Er und seine Kollegen hätten immer reichlich getrunken: Statt kleinen Kurzen gab es 10-cl-Shots. Kröger erzählt, dass das Lokal für die Truppe zu DDR-Zeiten sogar oft extra Moskowskaja Wodka einfliegen ließ. Der Wodka ging dann „rein in den Kopf“ und wurde mit Gosenbier heruntergespült.

Putins Leibgericht in der Kneipe war übrigens „Caglieris Liebling“. Ein Schweinesteak, das komplett mit heißer Leberwurst übergossen und mit Bratkartoffeln serviert wurde. „Es klingt furchtbar, ist aber sehr, sehr lecker“, sagt der Wirt lachend. Erst 1999 bemerkte das Team schließlich, wer der unscheinbare kleine Stammgast von damals wirklich war …

Audio:

Im Interview packt der Wirt aus: So war Wladimir Putin als Stammgast.