Steigende Spritpreise: DAS müsste sich laut Sachsens IHKs eigentlich ändern
Angesichts steigender Spritpreise fordern die sächsischen Industrie- und Handelskammer eine Entlastung für Menschen und Betriebe. Statt kurzfristiger Sonderregelungen wie einem Tankrabatt müsse man an die Ursachen für dauerhaft zu hohe Energiepreise ran. Denn neben privaten Autofahrern seien auch viele Firmen betroffen, vor allem Speditionen und Logistikunternehmen, Bus- und Reiseunternehmen, das Baugewerbe sowie Kurierdienste.
„Hohe Kraftstoffpreise sind für viele Unternehmen kein vorübergehendes Ärgernis, sondern ein unmittelbarer Wettberwebsnachteil“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz, Christoph Neuberg - im Namen aller sächsischen IHKs. Wenn Speditionen, Busunternehmen, Baubetriebe und andere Dienstleister dauerhaft höhere Energiekosten tragen müssen, schlägt das auf ihre Preise, ihre Investitionsfähigkeit und am Ende auch auf Arbeitsplätze durch.
Die Forderungen der IHKs
Einerseits könnte ein „atmender“ Preisdeckel so ähnlich wie in Luxemburg helfen. Also ein Mechanismus zur Begrenzung extremer Preissprünge. Das könne mehr Planbarkeit schaffen als kurzfristige Ad-hoc-Maßnahmen.
Außerdem wird gefordert, die Energiesteuern auf Benzin und Diesel auf den europäischen Mindestsatz zu senken, die CO2-Bepreisung bis zur EInführung einer europaweit einheitlichen Regelung auszusetzen, die Stromsteuer deutlich zu senken und den Preis für gewerblich genutzten Ladestrom spürbar günstiger zu machen. Nur so könne eine langfristige Elektrifizierung von Fahrzeugflotten wirklich attraktiv werden.
