Studie: RB Leipzig profitiert vom Standort Ost
Nach einer Studie der Leipziger Handelshochschule profitiert der Fußball-Bundesligist RB Leipzig in besonderem Maße von seinem Standort im Osten Deutschlands. „Nirgendwo sonst in Deutschland hätte das Projekt RB so gut funktioniert wie in dieser Stadt“, sagt Timo Meynhardt, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Handelshochschule Leipzig (HHL) im Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. Für eine Untersuchung zum gesellschaftlichen Nutzen von RB Leipzig hatten Meynhardt und sein Team von der HHL und der Uni Jena Experten - darunter Fans, Medienvertreter, Vereinsmitarbeiter und Politiker befragt. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass RB Leipzig so sehr auf die Gegebenheiten und Befindlichkeiten Ostdeutschlands passe, „dass es sich eben doch um eine Geburt dieser Stadt handelt“, betont Meynhardt. Unter anderem profitiere RB davon, dass ein „starker Wunsch nach gewalt- und skandalfreiem Spitzenfußball“ in der Bevölkerung messbar sei. Unter den Ostdeutschen bestehe eine stärker ausgeprägte Bereitschaft, einen Club zu unterstützen, der strengen Regeln folge, hieß es weiter.