Sturmtief „Herwart“ hat Oberlausitz verlassen++Dach von Küchenmarkt zerstört++Keine Verletzten++Zugverkehr rollt wieder an
Aufatmen in der Lausitz. Sturmtief „Herwart“ ist abgezogen. Die Meteorologen haben Entwarnung gegeben. Die Unwetterwarnung wurde aufgehoben. Der Sturm hat lokal zum Teil erhebliche Schäden hinterlassen. Bäume stürzten um. In Grüngräbchen bei Kamenz fiel der Strom aus. Orkanböen brachten in Großharthau bei Bischofswerda eine Scheune zum Einsturz. Von einem Küchenmarkt an der Robert-Bosch-Straße in Görlitz wurde das Dach abgehoben.
Polizei und Feuerwehren waren im Dauereinsatz. So gingen im Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz bis heute Mittag über 100 Notrufe ein. Zum Glück sei niemand verletzt worden, sagte der Diensthabende.
Teilweise abgdeckt wurde das Dach des alten Volkshauses in Neugersdorf. In Görlitz wirbelten Dachziegel und Dachabdeckungen umher. Mindestens ein Auto wurde beschädigt. Ein Baum fiel auf Straßenbahnschienen.
Die Länderbahn stellte am Morgen den Zugverkehr auf den Strecken Dresden – Zittau und Dresden – Görlitz komplett ein. Feuerwehrleute und Kräfte des Technischen Hilfswerkes sägten Bäume von den Gleisen. Seit 16.45 Uhr stehen die Signale wieder auf Grün. Der Zugverkehr wurde wieder aufgenommen. Reisende müssen aber noch mit Verzögerungen rechnen.
Zugausfälle gab es auch auf der Strecke Görlitz - Cottbus, aktuell zwischen Hähnichen und Görlitz - und zwischen Cottbus und Forst.
Inzwischen läuft der Bahnverkehr auf den Strecken Dresden -Ruhland und Dresden -Hoyerswerda läuft wieder an.