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Teilgebiet in Nordsachsen als atomares Endlager im Gespräch

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Bei der Suche nach einem atomaren Endlager in Deutschland ist auch ein Gebiet in Nordsachsen im Gespräch. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung hervor. Demnach befindet sich das Teilgebiet an der Grenze zu Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Es ist eines von insgesamt 90 Gebieten, die dem Bericht zufolge als Endlager in Frage kommen.

Bis 2031 soll ein Standort gefunden werden. Ab 2050 würde das Endlager dann in Betrieb gehen.

Nordsachsens Landrat Kai Emanuel hat sich bereits zu dem Bericht geäußert:

„Der vorliegende Bericht beinhaltet nur eine rein geologische Betrachtung, wonach halb Deutschland für ein Endlager infrage käme. Das muss nun wissenschaftlich akribisch untersucht und nach weiteren Kriterien immer mehr eingegrenzt werden, bevor hier die Politik tatsächlich entscheiden kann. Es ist für mich allerdings schon heute nur schwerlich vorstellbar, dass der Strukturwandel im Mitteldeutschen und Lausitzer Braunkohlerevier, für den Bund und Land viele Milliarden Euro in die Hand nehmen, in ein Atommüll-Endlager mündet.“