Telekom-Störung - Hacker-Angriff auf Router?
Nach den massiven Störungen bei Anschlüssen der Deutschen Telekom geht das Unternehmen nach eigenen Angaben ersten Spuren eines Angriffs von außen nach. Möglicherweise handele es sich bei den Router-Ausfällen um einen Eingriff von außen - und nicht um einen normalen, aber ebenfalls ärgerlichen Systemausfall, sagte ein Telekom-Sprecher am Montagvormittag. "Wir haben erste Hinweise darauf, dass wir möglicherweise Opfer eines Hacker-Angriffs geworden sind." Das würden Analysen der IT-Sicherheit und der Forensiker bei der Telekom nahelegen.Welche Modelle betroffen sind, sei im Detail noch nicht geklärt, sagte der Telekom-Sprecher. Seit Sonntagnachmittag (16:00 Uhr) klagten Kunden über den Ausfall ihrer Anschlüsse für Telefon, Internet und Fernsehen. Rund 900 000 Internet-Router sind demnach bundesweit betroffen. Auch in Sachsen hatten zahlreiche DSL-Kunden Probleme mit Telefon, Internet und Entertain (TV).Fehlerbehebung: Router vom Strom nehmenAm frühen Montagmorgen sei eine neue Software in das Telekom-Netz eingespeist worden, die den Fehler beheben soll. Erneut riet das Unternehmen betroffenen Kunden, den Router vom Netz zu trennen, eine Zeit lang zu warten und dann wieder einzuschalten. Nach dem Software-Update im Telekom-Netz könnten sich viele Router nach dem Neustart wieder einwählen. Die Störung betreffe zwar das gesamte Bundesgebiet, aber nur bestimmte Router-Typen. Daher lasse sich auch nicht sagen, dass bestimmte Regionen besonders betroffen seien. Die Ausbreitung richte sich einzig nach der Verteilung der Geräte. Derzeit werde untersucht, welche Modelle das genau seien.Kostenloses mobiles Netz für BetroffeneWie die Telekom auf ihrer Facebookseite mitteilte, könnten Betroffene , die auch einen Mobilfunkvertrag bei der Telekom haben, für einen Tag kostenlos unbegrenzt im Netz surfen. Allerdings müsse man dafür in den nächsten Telekom-Shop.
Update: Rund 900.000 Kunden sind betroffen. Netz läuft, Problem sind bestimmte Router. Reset schafft häufig Abhilfe. https://t.co/hIKoA3fk7ypic.twitter.com/Ub2UusLRsz
— Telekom hilft (@Telekom_hilft) 28. November 2016