Tempo 30 auf Leipzigs Straßen - Kritik von IHK und Handwerkskammer
Die Stadt will in diesem Jahr ihren Lärmverkehrsplan fortführen und auf zahlreichen Straßenabschnitten Tempo 30 einführen oder ausweiten - darunter auch Hauptverkehrsstraßen wie die Prager-, Lützner- oder die Wurzener Straße. Kritik kommt jetzt von der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer.
Die Stadt orientiere sich nicht an den Belangen der regionalen Wirtschaft, heißt es in einem Statement beider Kammern. Es brauche aber eine Verkehrsplanung, die der regionalen Wirtschaft dient. Tempo 30 sei eine große Einschränkung für Händler, Handwerker und Logistiker. Sie müssten ihre Interessen in die Verkehrsplanung einbringen können.
Auch die AfD hat sich dazu geäußert. Der verkehrspolitische Sprecher Tobias Keller erklärte, dass Tempo 30 auf den Hauptstraßen eine enorme Verkehrsbehinderung darstelle. Zudem seien schnelle Verkehrsverbindungen ein entscheidender Wirtschaftsfaktor und wichtig für die Entwicklung einer Stadt. Handwerker müssten nun höhere Preise für Dienstleistungen verlangen - weil die Fahrzeiten länger seien.