Terror-Helfer stellt sich der Chemnitzer Polizei
Erneut hat es in Chemnitz einen Anti-Terroreinsatz gegeben. Ein Spezialkommando des Landeskriminalamtes brachte am Donnerstagnachmittag einen terrorverdächtigen Syrer zur Bundesanwaltschaft nach Karlsruhe. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft hatte er sich zuvor selbst bei der Polizei gemeldet und angegeben, 2014 der syrischen AL-Nusra-Front angehört zu haben. Es bestehe der Verdacht auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, sagte die Sprecherin des Generalbundesanwalts, Frauke Köhler. Nähere Angaben zu dem Verdächtigen machte sie nicht. Der Mann sollte noch am Abend in Karlsruhe einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Weitere Informationen würden am Freitag mitgeteilt, sagte Köhler. Sie bezeichnete den Fall als "einen von vielen". Er habe nichts mit dem Fall Al-Bakr zu tun und auch nichts mit dem Anti-Terroreinsatz vom Montag. Am Montag hatten SEK-Beamte im Auftrag des Generalbundesanwalts in Chemnitz mehrere Wohnungen durchsucht. Der Verdacht, dass ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat im Besitz von Sprengstoff sei, hatte sich dabei nicht bestätigt. Im Oktober vergangenen Jahres war in Chemnitz die Festnahme des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr gescheitert. Der mutmaßliche IS-Terrorist floh trotz Großfahndung nach Leipzig, wo er von Landsleuten überwältigt und der Polizei übergeben wurde. Zwei Tage später erhängte er sich in Untersuchungshaft in der JVA Leipzig. (mit dpa)