Terrorermittler beschlagnahmen gemietete Server in Falkenstein
Wegen eines möglicherweise mit Modellflugzeugen geplanten islamistischen Terroranschlags haben Ermittler am Dienstag auch Firmenräume im vogtländischen Falkenstein durchsucht. Das bestätigte uns die betroffene Hetzner Online AG mit Sitz in Baden-Württemberg, die in einem Gewerbegebiet im Ortsteil Siebenhitz einen Datacenterpark betreibt.
Auf richterlichen Beschluss seien am Dienstag Kundenserver beschlagnahmt worden, so Unternehmenssprecher Christian Fitz. Er erklärte dazu, dass Hetzner „ausschließlich den Speicherplatz zur Verfügung stellt, jedoch für die Inhalte auf den Servern nicht verantwortlich ist und auch keinen Zugriff auf die dort gelagerten Daten hat.“ Man sei nicht verpflichtet, die Inhalte der Kundendaten zu überprüfen.
Gegen die beiden Verdächtigen tunesischer Herkunft werde unter anderem wegen „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ ermittelt, teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mit. In mehreren Bundesländern und in Belgien durchsuchten Ermittler Wohnungen und andere Räumlichkeiten, sie stellten kistenweise Beweismaterial sicher. Wie weit die Anschlagspläne bereits gediehen waren, kommentierte die Anklagebehörde nicht. Festnahmen gab es keine.