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Terrorver­dächtiger versuchte sich freizukaufen

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Der in Leipzig gefasste syrische Terror­ver­däch­tige soll versucht haben, sich freizu­kaufen. Das sagte der syrische Lands­mann, der den Terror­ver­däch­tigen überwäl­tigt hatte, in einem Fernseh­in­ter­view. In der Nacht zu Montag hatte er den 22-Jährigen mit in seine Wohnung in Pauns­dorf genommen. Erst später sei ihm durch einen Fahndungs­aufruf der Polizei bei Facebook aufge­fallen, dass es sich um den gesuchten Terror­ver­däch­tigen handelt. Da es voerst Verstän­di­gungs­pro­bleme mit der Polizei gab, sei er mit einem Foto des Verdäch­tigen zum Polizei­re­vier gefahren. Gegen den Syrer ist inzwi­schen vom Dresdner Amtsge­richt Haftbe­fehl erlassen worden.Unter­dessen wurde nun bekannt, dass Al-Bakr wohl einen Anschlag auf einen Berliner Flughafen plante. Es habe Hinweise gegeben, dass der 22-Jährige zunächst einmal Züge in Deutsch­land habe attackieren wollen. Letzt­lich hätten sich aber Flughäfen in Berlin als Anschlags­ziel heraus­kris­tal­li­siert, so Verfas­sung­schutz­prä­si­dent Hans-Georg Maaßen in der ARD. Im Zusam­men­hang mit diesem Terror­ein­satz fordert die CDU im Bundestag mehr Rechte für die Geheim­dienste zur Überprü­fung von Asylbe­wer­bern. Wie der stell­ver­tre­tende Frakti­ons­chef Michael Kretz­schmer sagte, haben Verfas­sungs­schutz und BND derzeit keinen Zugriff auf die Kerndatei der Asylbe­werber. Das müsse sich nun ändern. Gleich­zeitig warnte Kretschmer vor zuviel Misstrauen gegen­über Flücht­lingen: "Die überwie­gende große Mehrzahl derje­nigen, die zu uns kommen, suchen Schutz vor genau diesen Terror­akten", sagte Kretschmer. Kanzlerin Merkel und Minis­ter­prä­si­dent Tillich dankten für ihr Eingreifen.