Polizei-Sturmbilanz: 53 Einsätze
Als Folgen von Sturm „Zeynep“ musste die Polizei am Freitag und am Samstag in Leipzig und den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen insgesamt zu 53 Einsätzen ausrücken, wie am Sonntagmittag mitgeteilt wurde. In Laußig, Ortsteil Kossa, wurde am Freitag ein Scheunendach abgedeckt. Des Weiteren waren zahlreiche umgestürzte Bäume sowie herabfallende Äste, verdrehte Lichtzeichenanlagen, umgekippte Bauzäune und ein umgekippter Fahrzeuganhänger zu verzeichnen. Verletzt wurde niemand.
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Hier die Ereignisse im Ticker:
14:12 Uhr: Wegen des Sturms hat es gestern Nachmittag einen Verkehrsunfall auf der B2 gegeben. Kurz vor der Abfahrt Kurt-Eisner-Straße war ein Baum auf einen Pkw gefallen. Der Fahrer wurde nicht verletzt. Damit der Baum geräumt werden konnte, musste die Straße teilweise gesperrt werden. Um die Sperrung zu umfahren, haben einige Fahrzeuge einen angrenzenden Waldweg genutzt. Dort fuhren sich dann 25 Fahrzeuge, darunter ein Lkw fest. Die Bergungsarbeiten dauerten bis zum Morgen an.
FREITAG, 12:43 Uhr: Nachdem Orkantief Ylenia gestern in der Stadt keine größeren Schäden verursacht hat, laufen die Vorbereitungen der Einsatzkräfte für die nächste Sturmfront auf Hochtouren. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt, nähert sich bereits von Westen das Tief Zeynep und wird für den Nachmittag im Raum Leipzig erwartet. Dabei wird vor allem in den Abendstunden mit starken Orkanboen von bis zu 120 Stundenkilometern gerechnet. Die Behörden warnen vor Aufenthalten im Freien und raten von Autofahrten in der Nacht ab. Am Samstagmorgen soll der Sturm dann nachlassen.
14:47 Uhr: Obwohl die Wertstoffhöfe im Landkreis Leipzig aktuell geöffnet sind, rät die zuständige Entsorgergesellschaft aufgrund der Wetterlage davon ab, heute und am Samstag Sperrmüll und Co.vorbeizubringen. Dies betrifft die Wertstoffhöfe in Bad Lausick, Beucha, Borna, Frohburg, Grimma, Groitzsch, Großlehna, Großpösna, Markleeberg und Wurzen.
13:45 Uhr: Aufgrund der aktuellen Sturmwetterlage sollte in nächsten Tagen von Waldspaziergängen in Sachsen abgesehen werden. Wie der Staatsbetrieb Landesforst mitteilt, kann das Betreten des Waldes während eines Sturmereignisses und auch danach lebensgefährlich sein, denn angebrochene Äste oder entwurzelte Bäume können auch noch in den kommenden Tagen herabfallen oder umstürzen.
13:09 Uhr: Angesichts sturmbedingter Verzögerungen und Ausfälle kommt die Deutsche Bahn ihren Kunden mit einer Sonderregelung entgegen. Wie die Bahn mitteilt, können Reisende für heute (17. Februar), Freitag (18. Februar) oder Samstag (19. Februar) geplante Bahnfahrten verschieben. Auch Fernverkehrstickets können noch bis sieben Tage nach Störungsende flexibel genutzt werden.Falls eine Zugbindung aufgehoben wurde, besteht die Möglichkeit, einfach mit dem gekauften Ticket in einen anderen Zug zu steigen. Auch eine kostenlose Stornierung ist möglich, dies gilt auch für Sitzplatzreservierungen. Zudem gelten bei Verspätung oder Zugausfall die allgemeinen Fahrgastrechte.
11:50 Uhr: RB Heimspiel in der Europa-League derzeit nicht durch Sturm gefährdet. In der Europa-League spielt RB Leipzig heute Abend zuhause gegen den spanischen Klub RS San Sebastián. Derzeit sehen die Verantwortlichen das Spiel aufgrund der Wetterlage nicht gefährdet, sie stehen aber in ständigem Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst.
11:30 Uhr: Die Polizei musste in der Nacht zu circa 20 unwetterbedingten Einsätzen ausrücken. In den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen handelte es sich dabei zumeist um umgestürzte Bäume, die Verkehrsbehinderungen verursachten. In der Stadt lösten sich wegen des Sturms vereinzelt Dachziegel und es stürzten Verkehrszeichen um. Größer Schäden sind bisher allerdings nicht entstanden. Personen wurden nicht verletzt.
10:00 Uhr: Feuerwehr bereitet sich auf starke Böen am Mittag vor.
9:00 Uhr: Der Sturm hat in der vergangenen Nacht nur geringe Schäden in der Stadt hinterlassen. Laut einem Sprecher der Branddirektion Leipzig mussten die Einsatzkräfte lediglich vier Mal wetterbedingt ausrücken. Dabei wurden hauptsächlich umgestürzte Bäume oder lose Äste weggeräumt. Zusätzliches Personal steht aber bereit, da bereits ein neues Sturmtief angekündigt wurde.