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Tod von Mutter und Kind - Sozialarbeiter freigesprochen

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Im Berufungs­pro­zess um den Tod einer Drogen­süch­tigen und ihres zweijäh­rigen Sohnes ist am Landge­richt das Urteil gefallen. Der zustän­dige Sozial­ar­beiter wurde vom Vorwurf der fahrläs­sigen Tötung freige­spro­chen. Dem 42-Jährigen seien keine Pflicht­ver­säum­nisse anzulasten, so das Gericht. Mit seiner Entschei­dung folgte es dem Antrag des Vertei­di­gers. Rechts­an­walt Stephan Flemming hatte ausge­führt, sein Mandant habe zu keinem Zeitpunkt einen konkreten Anhalts­punkt dafür gehabt, dass das Wohl des Kindes gefährdet sei. Die 26-Jährige war im Juni 2012 an einem Drogen­cock­tail gestorben, das Kind verdurs­tete. Das Amtge­richt hatte den Sozial­ar­beiter in erster Instanz zu einer Geldstrafe verur­teilt. Beide Seiten legten Berufung ein.