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Tödlicher Angriff im Auwald - Ermittler prüfen Stalking-Hintergrund

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Nach der tödlichen Attacke auf eine Frau im Leipziger Auwald prüfen die Ermittler, ob der Angreifer das Opfer zuvor gestalkt hat. Der 30 Jahre alte Tatverdächtige ist ein Ex-Freund der 37-Jährigen, die Beziehung soll schon etwas zurückgelegen haben. Ob und welche Vorfälle es gegeben hat, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte Ricardo Schulz, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Leipzig, am Mittwoch. Es werde auch geprüft, ob das Stalking schließlich in der brutalen Attacke auf die Frau in der vorigen Woche gipfelte und ob der Tatverdächtige ihr gezielt in dem Naherholungsgebiet aufgelauert habe.

Der 30-Jährige soll seiner Ex-Partnerin am vorigen Mittwoch mit einem Schlagwerkzeug schwerste Kopfverletzungen zugefügt haben. Die Frau ging gerade im Auwald mit ihrem Baby spazieren, sie starb zwei Tage später in einem Krankenhaus. Der Verdächtige sei nicht der Vater des Kindes, sagte Schulz. Das Baby blieb unverletzt.

Der Mann war am vergangenen Donnerstag festgenommen worden. Unter anderem durch Aussagen von Verwandten und Freunden des Opfers waren ihm die Ermittler sehr schnell auf die Spur gekommen. Gegen den 30-Jährigen wird wegen Mordes ermittelt. Ob er beim Ermittlungsrichter Angaben zur Tat gemacht hat, konnte Schulz nicht sagen. Der Tatverdächtige wurde in Afghanistan geboren, lebt aber seit rund 25 Jahren in Deutschland und hat einen deutschen Pass. Auch das Opfer ist Deutsche. (dpa)