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Toter Rocker in Leipzig - Prozessauftakt gegen vier Hells Angels

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Nach tödli­chen Schüssen im Leipziger Rocker­mi­lieu hat am Montag gegen vier Rocker der Hells Angels ein Prozess wegen gemein­schaft­li­chen Mordes begonnen. Wegen strenger Einlass­kon­trollen und vieler Zuschauer - darunter zahlreiche Rocker - verzö­gerte sich der Verhand­lungs­be­ginn am Leipziger Landge­richt um etwa 40 Minuten.  Der mutma­ß­liche Haupt­täter, ein 31-jähriges Mitglied der Hells Angels, soll am 25. Juni vergan­genen Jahres in der als Krimi­na­li­täts-Hotspot berüch­tigten Eisen­bahn­straße mehrere Schüsse auf Mitglieder des verfein­deten Rocker-Clans United Tribuns abgegeben haben. Ein 27-Jähriger starb, zwei weitere Männer wurden lebens­ge­fähr­lich verletzt. Die anderen drei Angeklagten sollen sich mit "Gewalt­tä­tig­keiten" betei­ligt haben. Die Vertei­di­gung sprach am Montag eine Beset­zungs­rüge gegen die Schöffen aus. Zudem wurde ein Befan­gen­heits­an­trag gegen eine psycho­lo­gi­sche Sachver­stän­dige gestellt. Aus diesen Gründen wurde die Verle­sung der Anklage auf den folgenden Termin am 1. August verschoben. 36 Gerichts­ter­mine bis Januar 2018 sind angesetzt. (dpa)