Leipzig erinnert mit Lichtfest an Friedliche Revolution 1989
Mit dem Lichtfest hat die Stadt Montagabend an die Friedliche Revolution im Herbst 1989 erinnert. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Friedensgebet in der Nikolaikirche.
Danach hielt die iranische Journalistin Golineh Atai die Rede zur Demokratie. Sie wurde per Video zugeschaltet, da sie aufgrund des Krieges in Israel journalistisch gefordert war.
Anschließend wurden in der Innenstadt mehrere Lichtinstallationen erleuchtet. Darunter die traditionelle 89 aus Kerzen auf dem Nikolaikirchhof.
Vor der Oper erinnerten zwölf Trabis daran, wie tausende Menschen damals über Prag aus der DDR flohen. Viele von ihnen ließen ihre Trabis in der Stadt zurück.
Auf dem Burgplatz spielte der Leipziger Kammerchor ein Konzert, während Fotos von Leipziger auf eine Wand projiziert wurden. Die Lichtinstallation „Leuchtturm der Hoffnung“ wurde auf dem Richard-Wagner-Platz errichtet.
Am 9. Oktober 1989 hatten mindestens 70.000 Menschen in Leipzig demonstriert. Die Staatsmacht schritt nicht ein. Diese große Demonstration gilt als entscheidend auf dem Weg zum Mauerfall einen Monat später.