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Treffer in der Nachspielzeit - RB Leipzig schlägt Leverkusen

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Aufsteiger RB Leipzig hält dank Joker Yussuf Poulsen weiter direkten Kurs auf die Champions League. Durch den Last-Minute-Treffer des dänischen Natio­nal­spie­lers setzte sich die Mannschaft von Trainer Ralph Hasen­hüttl am Samstag gegen Bayer Lever­kusen mit 1:0 (0:0) durch. Vor 42.558 Zuschauern in der ausver­kauften Red-Bull-Arena sorgte Poulsen (90.+3) für den dritten Bundes­liga-Sieg des Neulings in Serie, nachdem Kapitän Willi Orban kurz zuvor noch die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (88.).Damit baute der Tabel­len­zweite mit 58 Punkten seinen Vorsprung auf Verfolger Hoffen­heim aus und ist auf dem Weg in die Königs­klasse wohl nur noch schwer zu stoppen. Denn mit 60 Punkten war in den vergan­genen fünf Spiel­zeiten zumin­dest die Quali­fi­ka­tion für die europäi­sche Elite­liga immer garan­tiert.Die Werkself von Trainer Tayfun Korkut musste indes den nächsten Rückschlag im Kampf um die Europa­cup­plätze hinnehmen. Nach dem 2:0-Sieg gegen Schluss­licht Darmstadt, dem ersten unter Korkut, war es die 13. Saison­nie­der­lage für den diesjäh­rigen Champions-League-Starter.Vor den Augen von Bundes­trainer Joachim Löw drängten die Leipziger wie immer mit ihrem offen­siven und laufin­ten­siven Pressing den Gegner in die Defen­sive. Mit hohem Tempo, viel Ballbe­sitz und einer guten Zweikampf­quote kam die Hasen­hüttl-Elf schnell zu Chancen durch Marcel Sabitzer (3./10.) und Timo Werner (9.). Der Natio­nal­stürmer war von Coach Ralph Hasen­hüttl wie auch Marvin Compper und Oliver Burke im Vergleich zum 3:2-Sieg in Mainz diesmal von Beginn an aufge­stellt worden.Nach einer halben Stunde war das 0:0 aus Sicht der Lever­ku­sener, die Korkut wie bei seinem ersten Sieg beim 2:0 gegen Darmstadt unver­än­dert ließ, schmei­chel­haft. Die größte RB-Chance hatte Top-Vorbe­reiter Emil Forsberg (28.). Der Schwede, der nach dem Terror­an­schlag am Freitag in Stock­holm mit Trauer­flor spielte, setzte nach einem Doppel­pass mit Burke den Ball nur Zenti­meter am Gehäuse von Bernd Leno vorbei.Die Gäste, die wegen musku­lärer Probleme weiter auf Natio­nal­ver­tei­diger Jonathan Tah und Top-Torjäger Chicha­rito verzichten mussten, waren im ersten Durch­gang vor allem auf eine sichere Defen­sive bedacht. Bayer kam ledig­lich zu Entlas­tungs­an­griffen. Erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatte Karim Bella­rabi (40./44.) zwei bessere Chancen. Der Natio­nal­spieler blieb danach wegen Oberschen­kel­pro­blemen in der Kabine. Für ihn kam Leon Bailey.Auch nach der Pause hatte die Sachsen durch Werner (48.) die erste Möglich­keit zur Führung. Aber diese Möglich­keit und einen Konter in der 68. Minute konnte der 21-Jährige, der mit einem hohen Laufpensum immer wieder weite Wege ging und sich viele Bälle erkämpfte, nicht nutzen. Eine Doppel­chance durch ihn und Forsberg (63.) verpuffte ebenfalls.Doch anders als in Durch­gang eins war die Partie nun offener, da auch die Gäste immer mehr in ihre Offen­siv­be­mü­hungen inves­tierten und Chancen kreierten. Der einge­wech­selte Bailey (67.) schei­terte aber ebenso an RB-Keeper Peter Gulasci wie Julian Brandt (82.).Hasen­hüttl setzte mit der Einwechs­lung von Poulsen (73.) für den glück­losen Burke nochmal auf die Schluss­of­fen­sive. Und kurz vor Schluss schlug er zu: Nach einem Konter über Forsberg grätschte Poulsen in dessen Querpass und der Ball landete dank des Innen­pfos­tens im Tor.(dpa)