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Trotz Wahlsieg: Leipziger AfD-Kandidat darf wohl nicht in den Bundestag

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Das ist schon ein Bisschen schräg: Trotz seinem klaren Wahlsieg im nördlichen Leipziger Wahlkreis, bekommt Christian Kriegel von der AfD wohl kein Bundestagsmandat. Das meldet die „Leipziger Volkszeitung“ am Montagvormittag. Das liege an der neuen Wahlrechtsreform, die zum ersten Mal greife, heißt es. Demnach würden nicht mehr alle Wahlkreisgewinner automatisch direkt in den Bundestag einziehen. Sie bekämen nur noch ein Mandat, wenn ihre Partei auf genügend Zweitstimmen komme, schreibt die LVZ. Denn künftig habe der Bundestag nur noch 630 statt 733 Abgeordnete.

Kriegel hatte am Sonntag etwas überraschend den Wahlkreis 151 Leipzig-Nord klar gewonnen - mit über 45.000 Erststimmen (25 Prozent) vor dem dortigen Linke-Kandidaten (rund 39.000 Stimmen) und dem CDU-Mann (rund 39.000 Stimmen). Noch nie zuvor hatte ein AfD-Kandidat bei einer Wahl in Leipzig einen Wahlkreis gewinnen können. Umso bitterer jetzt der Nichteinzug in den Bundestag ...

 

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Das sagte uns Christian Kriegel (AfD), der Wahlsieger im Leipziger Norden, am Samstagabend noch glücklich nach der Wahl: