Autobahntunnel-Sanierung bei Görlitz drei Monate in Verzug - Das ist der Grund
Sanierung und Modernisierung des Autobahntunnels „Königshainer Berge“ ist um drei Monate in Verzug geraten. Die Arbeiten in der Nordröhre werden erst Ende Februar fertig. Der Ausbau der Notrufnischen hatte länger gedauert. Der Granit war widerspenstiger als gedacht. Die technologische Umsetzung musste immer wieder angepasst werden, so Marcus Bräuer von der Autobahn GmbH. Ohne Pause geht es im März mit der Südröhre weiter. Damit entfällt die Winterpause.
Die Bauarbeiten sollen – so wie geplant - im November kommenden Jahres abgeschlossen werden Während der Sanierung rollen die Fahrzeuge im Zweirichtungsverkehr durch die jeweils geöffnete Tunnelröhre.
Erneuert werden auch die elektrische Anlagen. So kommen die alten Natriumdampflampen raus. Sie werden durch LED-Leuchten ersetzt. Eingebaut wird ein voll digitales Videosystem und Abstände der Kameras verkürzt. Das macht dann eine lückenlose Verkehrsüberwachung möglich. Entlang der Notgehwege werden Leuchtstreifen verlegt. 50 Millionen Euro kostet die Tunnelmodernisierung. „Wir sind bislang im Kostenrahmen geblieben“, so Bräuer.
Der fast dreieinhalb Kilometer lange Autobahntunnel ist seit 1999 in Betrieb. Täglich rauschen 30.000 Fahrzeuge durch die beiden Röhren. Fast ein Drittel sind Lkw. Tendenz steigend. Ein großer Teil des Schwerlastverkehrs von und nach Osteuropa rollt über die A 4, die auch scherzhaft „Breslauer Allee“ genannt wird.