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Umfrage-Ergebnis: Verhältnis von Leipzigern mit und ohne Migrationshintergrund verschlechtert sich

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Immer mehr Menschen mit Einwanderungsgeschichte finden in Leipzig Arbeit und sprechen gut Deutsch. Das geht aus der jüngsten Bürgerumfrage hervor. Knapp 10.000 Leipziger aus insgesamt 30 Herkunftsländern waren im Dezember 2025 angeschrieben worden, um ein aktuelles Stimmungsbild bei den Zuwanderern in der Messestadt zu erhalten - mit mehrsprachigen Fragebögen. „1.630 konnten schließlich ausgewertet werden“, so ein Stadtsprecher. „Das entspricht einer bereinigten Rücklaufquote von 18,4 Prozent.“ Die letzte Umfrage dieser Art stammt aus dem Jahr 2020.

Die Hälfte spricht zu Hause überwiegend Deutsch

Besonders sprachlich zeige sich eine deutliche Verbesserung. Etwa 80 Prozent der Zuwanderer würde Deutsch gut oder sehr gut verstehen. Über die Hälfte spreche auch zuhause überwiegend Deutsch. Insgesamt seien 76 Prozent der Befragten mit ihrem Leben zufrieden. Die Armutsgefährdung sei seit 2020 von 37 auf 29 Prozent gesunken. Sie liegt aber trotzdem noch fast doppelt so hoch wie das der übrigen Bevölkerung (17 Prozent.

Viele Zuwanderer arbeiten unter ihrer Qualifikation

Allerdings: Trotz hoher Zufriedenheit würden viele Zugewanderte unterhalb ihrer Qualifikation arbeiten, heißt es. Etwa 59 Prozent hätten einen Hochschulabschluss. Vielfaltsbürgermeisterin Martina Münch: „Viele Leipziger mit Einwanderungsgeschichte sind gut ausgebildet, engagiert und zufrieden mit ihrer Stadt. Wenn mehr als jeder dritte Erwerbstätoge unter seiner Qualifikation arbeitet, bleibt aber zu viel Können ungenutzt.“ Das dürfe nicht egal sein. Immerhin: 57 Prozent der Befragten gaben an, erwerbstätig zu sein - vor zehn Jahren waren es 52 Prozent.

Verhältnis zu Deutschen hat sich verschlechtert

Außerdem erschwere wachsende Diskriminierung für sie die Suche nach Wohnraum. „59 Prozent der Befragten nennen es bei den Problemen an erster Stelle“, heißt es in dem Bericht. Mehr als ein Viertel berichtet sogar von starker Diskriminierung. Demnach müssten sie im Schnitt auch mehr Miete zahlen als der Rest der Bevölkerung. 

Und nur noch etwa die Hälfte der Leipziger Zuwanderer schätzt das Verhältnis zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund als gut oder normal ein. Bei der letzten Umfrage vor sechs Jahren taten dies noch 63 Prozent. Die Stadt will die Befragungsergebnisse nun in ihr Integrationskonzept einbinden.