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Unister-Prozess in Leipzig - Ex-Manager wollen umfassend aussagen

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Der Prozess gegen drei ehema­lige Unister-Manager wird noch in diesem Monat fortge­setzt. Am Mittwoch hatte er unter großem Medien­in­ter­esse mit der Verle­sung der Anklage begonnen. Der General­staats­an­walt verlas des ganzen Tag die insge­samt 48 Seiten lange Ankla­ge­schrift. Demnach soll Unister ohne die nötige Erlaubnis Reise­rück­tritts­ver­si­che­rungen verkauft haben. Zudem soll das Unter­nehmen durch so genanntes „Herun­ter­bu­chen“ 87.000 Kunden betrogen haben. Auch die Hinter­zie­hung von Umsatz­steuer wird den drei Männern vorge­worfen. Die Angeklagten planen in dem Verfahren umfäng­lich auszu­sagen. Wann ist noch unklar. Ex-Finanz­chef Daniel Kirchhof äußerte nach dem Auftakt sein Unver­ständnis über den Prozess. Das "Herun­ter­bu­chen" zum Beispiel, bei dem günsti­gere Flugpreise nicht an den Endver­brau­cher weiter­ge­geben werden, sei in der Branche gängige Praxis.