Untersuchung von Pannen im Terrorfall Al-Bakr dauern längern
Die Exerptenkommission, die die Pannen im Terror-Fall "Al-Bakr" untersucht, braucht länger. Da Zuarbeiten fehlten, wird der Untersuchungsbericht erst Ende Januar vorgelegt. Ursprünglich sollten noch in diesem Jahr die Fakten auf den Tisch. Als Grund für den Verzug wurde die anfänglich nur zögerliche Zusammenarbeit den Bundesbehörden genannt. Der Kommissionsvorsitzende Herbert Landau habe die sächsische Staatsregierung um eine Fristverlängerung bis zum 31. Januar gebeten, sagte Kommissionssprecher Dirk Metz. Ursprünglich wollte das vierköpfige Expertenteam um den früheren Karlsruher Verfassungsrichter noch vor Weihnachten Ergebnisse vorlegen.Landau habe Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) bereits vor zehn Tagen in einem Brief über die Verzögerung informiert, sagte Metz. "Herr Landau hat deutlich gemacht, dass nicht alle Behörden so gut mitgespielt haben wie die sächsischen, was die Bereitstellung von Befragungsterminen angeht." Dies habe sich aber deutlich gebessert. Inzwischen sei "alles auf einem guten Weg". Die Kommission untersucht mögliche Pannen bei der Festnahme und in der JVA Leipzig. Dort hatte sich der Terrorverdächtige Al-Bakr das Leben genommen.