Unwetter sorgt für Überschwemmungen in Sachsen

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In einigen Teilen Sachsens haben Gewitter und Starkregen für zahlreiche Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Betroffen waren nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor allem Westleipzig, die Leipziger Region sowie die Regionen westlich der Elbe - wobei Dresden und Ostsachsen eher verschont blieben. Örtlich habe es zwischen 50 und 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gegeben. "Das ist schon unwetterartig", sagte ein DWD-Sprecher am Sonntag.

So hatte etwa das Unwetter am Samstag im Zwickauer Land für mehrere Straßensperrungen und vollgelaufene Keller gesorgt. Eine Straßenunterführung unter der Autobahn 4 im Glauchauer Stadtteil Höckendorf sei wegen der großen Wassermenge unpassierbar gewesen, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. "Ein Auto stand bis zur Oberkante im Wasser und musste abgeschleppt werden". Auch eine Unterführung an einer Abfahrt der Bundesstraße 93 bei Crossen musste wegen meterhoher Wassermassen gesperrt werden. In beiden Fällen wurde niemand verletzt. Die Straßenmeistereien würden das Ableiten des Wassers organisieren, sagte der Polizeisprecher.

Stark betroffen war nach Feuerangaben auch der Ort Langenweißbach im Erzgebirge. "Die kleine Ortsfeuerwehr hatte in wenigen Stunden 35 Einsätze. Das Wasser ist quer durch den Ort gelaufen". Bäche seien über die Ufer getreten, zahlreiche Keller mussten leergepumpt werden. Das Unwetter in Zwickau und Umgebung sei sehr punktuell aufgetreten, ungefähr zwischen 17.00 und 19.00 Uhr. "Wir bekamen rund 170 Anrufe. Am Vormittag war noch völlig blauer Himmel", sagte der Feuerwehrsprecher.

In Leipzig und Umgebung waren die Einsatzkräfte ebenfalls unterwegs, um umgestürzte Bäume zu bergen, auch voll gelaufene Keller und überschwemmte Unterführungen - etwa an der S-Bahn-Station in Plagwitz hielten die Einsatzkräfte auf Trab. Die Polizei musste den Verkehr umleiten. Für die Polizei in Chemnitz und im Erzgebirge gab es hingegen keine größeren Einsätze.

Schauer und Gewitter konzentrierten sich am Wochenende, vor allem am Samstag auf die Region westlich der Elbe. In einem Streifen sei das Unwetter zwischen Aue und Altenburg entlanggezogen, bis zu 60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter kamen mancherorts zusammen. Im Leipziger Westen zwischen Grünau und Plagwitz fielen mancherorts bis zu 100 Liter Niederschlag, auch in Grimma, Taucha und Delitzsch flossen laut DWD "erhebliche Mengen". Für viele Regionen galten Unwetterwarnungen. Zwar beruhigte sich die Lage am Sonntag, am Nachmittag rechneten die Meteorologen vor allem über dem Erzgebirge und im Vogtland mit Schauern und Gewittern. Östlich der Elbe hingegen gibt es jede Menge Sonne und sommerliche Temperaturen. Zum Montag hin soll sich die Lage weiter beruhigen. (dpa)