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„Väter-Verbot“ im Kreißsaal wieder aufgehoben

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Werdende Mütter dürfen in Leipziger Geburtskliniken bei der Entbindung von einer weiteren Person begleitet werden. Das teilte die Uniklinik mit. Damit wurde das Verbot von Begleitpersonen im Kreißsaal in der Uniklinik, am St. Georg-Klinikum und am St. Elisabeth-Krankenhaus, das seit zwei Wochen galt, wieder zurückgenommen. Zur Begründung hieß es: „Die aktuelle Neubewertung der COVID-19-Lage, aber auch die bisherigen negativen Screening-Tests auf das SARS-CoV-2-Virus bei der stationären Patientenaufnahme am UKL führen zur Rücknahme des seit zwei Wochen gültigen Verbots aller Begleitpersonen im Kreißsaal. Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise das Tragen eines mehrlagigen Mund-Nasen-Schutzes müssten selbstverständlich strikt eingehalten werden.“

Seit 1. April werden laut UKL alle stationär aufgenommenen Patienten auf das SARS-CoV-2-Virus getestet. Dabei habe es bisher keinen positiven Befund gegeben. Zudem habe sich die Versorgungssituation mit Schutzmaterialien etwas entspannt „Auf Grundlage dieser Daten schätzen wir nun die Gefahr einer Ansteckung von Patientinnen sowie unserer Mitarbeiter als niedrig genug ein, um wieder eine Begleitperson zuzulassen“, so Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand am UKL.

Der allgemeine Besucherstopp am UKL gelte jedoch unverändert. So sind auch weiterhin Besuche auf der Wochenstation nur in Ausnahmesituationen erlaubt.

Vor knapp zwei Wochen hatte ein Fachgremium entschieden, dass bei der Entbindung keine Begleitperson mehr im Kreißsaal dabei sein darf. Dagegen war Kritik laut geworden. Unter anderem wurde eine Petition dagegen gestartet.

*redaktioneller Hinweis: Formulierungen im Artikel wurden angepasst und geändert.