Verfolgungsjagd durch Weißwasser mit Drogen im Rucksack - Bewährungsstrafe

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Er hatte sich eine filmreife Verfolgungsjagd mit der Polizei durch Weißwasser geliefert – ohne Führerschein, aber mit Drogen im Rucksack. Gestern wurde der 35-Jährige zu eineinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt.

Der Angeklagte wollte einer Polizeistreife entkommen. Dabei scherte er vor einer Autofahrerin auf der Straße nach Halbendorf knapp ein. Dir Krankenschwester konnte nur durch starkes Bremsen eine Kollision verhindern. Zuvor jagte er auf dem Kromlauer Weg an zwei Arbeitern vorbei, die eine Eiche zerkleinerten. Sie hätten  sich mit einem Satz zur Seite gerettet, erinnerte sich eine Zeugin. „ Der kam angefahren, gefühlt mit 100 km/h – wie ein Verrückter.“  Die Männer sprangen über die Motorhaube ihres Fahrzeuges. „Danach haben wir alle erst einmal eine geraucht. „Und ich ein Bier gezischt“, so die 60-Jährige, die gerade in ihrem Garten stand.  Die Flucht endete damals für den Ausreißer an einem Baum.

Einen Teil des Crystal, das er bei sich hatte, wollte er weiter verkaufen, um sich neue Drogen kaufen zu können. In seinem Rucksack hatte er außerdem 2.800 Euro. Das Geld habe ihm ein Bekannter geliehen. „Davon wollte ich mir ein neues Fahrrad kaufen.“ Das Gegenteil konnte ihm nicht bewiesen werden.

Ans Steuer eines Autos darf sich der mehrfach Vorbestrafte auch künftig nicht setzen. Seine Führerscheinsperre wurde verlängert. Er muss außerdem 400 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und sich um einen Vollzeitjob bemühen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Eine Zeugin erinnert sich