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Mit musikalischer Hetze? Mai-Demos ziehen durch Leipzig

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In Leipzig sind zum Tag der Arbeit zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen. Laut Polizei kamen insgesamt mehr als 5.000 Menschen zusammen. Unter anderem hatte die Gewerkschaft DGB Region Leipzig-Nordsachsen zur Demo aufgerufen. Ein Fahrradaufzug von der Anton-Bruckner-Allee über die Angerbrücke bis zum Markt sowie ein Aufzug vom Volkshaus über den Ring bis zur Abschlusskundgebung am Markt waren angemeldet worden. 

Daneben gab es noch weitere Demos über den Ring, etwa ab 14 Uhr vom Richard-Wagner-Platz bis zum Rabet oder ab 16 Uhr vom Südplatz über den Wilhelm-Leuschner- und Roßplatz bis zum Rabet. Bei der Stadt waren 500 Teilnehmer angemeldet worden. 
Letztlich waren es jedoch deutlich mehr - laut den Veranstaltern etwa 2.000 Teilnehmer. Die Polizei zählte dagegen 1.300 Menschen. Es wurde mehrfach Pyrotechnik gezündet, die Demo musste mehrmals gestoppt werden. Zudem wurden verfassungs- und polizeifeindliche Parolen skandiert. 

In einem pro-palästinensischen Demo-Zug soll volksverhetzende Musik gespielt worden sein, berichtet unser Reporter vor Ort. Dazu wurde einige Male illegale Pyrotechnik gezündet, die Polizei stoppte die Demo mehrfach.


Bereits am 30. April hatte es in Lindenau eine Demo zum Thema „Queerfeminismus sichtbar machen“ gegeben. Laut Polizei nahmen etwa 500 Personen teil. Der Aufzug musste mehrfach wegen Verstößen gegen das Vermummungsverbot gestoppt werden. Zudem wurden Rauchkörper in Richtung der Einsatzkräfte geworfen. In einem Fall musste auch eine Handfessel angelegt werden.