Verschleppte Insolvenz bei Unister?
Das Leipziger Internetunternehmen Unister hat ja im letzten Sommer Insolvenz angemeldet. Doch womöglich war die Firma schon lange vor der Anmeldung pleite. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass Unister schon länger zahlungsunfähig gewesen sei, sagte Insolvenzverwalter Lucas Flöther. Derzeit sammelt er dafür gerichtsfeste Beweise. Sobald diese vorlägen, werde es erste Anfechtungen geben. Unter Umständen könnten Gelder zurückgeholt werden. Zahlreiche Unister-Gesellschaften hatten nach dem Tod des Gründers bei einem Flugzeugabsturz im Sommer 2016 Insolvenz angemeldet. Verwalter Flöther hat inzwischen große Teile des Unternehmens verkauft. Unter anderem ging die Unister-Reisesparte, zu der die Portale fluege.de und ab-in-den-urlaub.de gehörten, an einen tschechischen Investor. Das Insolvenzverfahren werde sich voraussichtlich noch einige Jahre hinziehen, sagte Flöther.