Viele Menschen und Baby vergiftet: Zwei Brandstifter in und um Leipzig geschnappt
In Löbnitz bei Leipzig hat es am Sonntagabend im Keller eines Mehrfamilienhauses gebrannt. Wegen des dichten Qualms mussten viele Bewohner von der Feuerwehr gerettet bzw. evakuiert werden, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte. Die meisten seien vorübergehend in einer nahen Sporthalle untergebracht worden. Fünf erlitten Rauchvergiftungen, darunter ein sechs Monate altes Baby - außerdem noch drei Frauen und ein Mann.
Der mutmaßliche Brandstifter sei in der Nähe auf einem Fahrrad geschnappt worden: ein 52-jähriger Deutscher mit 1,7 Promille intus. Er wurde vorläufig festgenommen. Ein Hauseingang des Wohnblocks wurde durch das Feuer bzw. den Qualm vorerst unbewohnbar. Nach ersten Schätzungen belaufe sich der Schaden auf rund 100.000 Euro, sagte uns eine Polizeisprecherin. Von der Feuerwehr im Einsatz waren die Wehren aus Delitzsch, Löbnitz und Sausedlitz.
Ebenfalls gebrannt hat es am Sonntagabend in einem Leipziger Mehrfamilienhaus. Und zwar in einer Erdgeschosswohnung an der Herrmann-Liebmann-Straße im Stadtteil Neustadt-Neuschönefeld. Hier seien drei Bewohner leicht verletzt worden. Der mutmaßliche Brandstifter, ein 32-jähriger Deuscher, wurde in eine Psychatrie gebracht. Durch die Löscharbeiten kam es zu Einschränkungen im Straßenbahnverkehr.
Bei beiden Tatorten sei noch der Einsatz von Brandursachenermittlern geplant, heißt es.