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Viele Unternehmen gegen weitere Anhebung des Mindestlohns

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Mehr als die Hälfte der Unter­nehmen in Sachsen lehnen eine Anhebung des gesetz­li­chen Mindest­lohns ab. Eine Umfrage ergab, dass für 58 Prozent der Betriebe höhere Löhne kaum tragbar sind. Im Auftrag von Indus­trie- und Handels­kam­mern und Ifo-Institut waren knapp 2.700 Unter­nehmen befragt worden. Für viele Betriebe sei schon jetzt ein Stunden­lohn von mindes­tens 8,50 Euro ein Beschäf­tig­tungs­hemmnis, sagte der Haupt­ge­schäfts­führer der IHK Chemnitz, Hans-Joachim Wunder­lich. Er verlangt eine Anpas­sung mit Augenmaß. Hinter­grund ist eine geplante Anpas­sung zum 1. Januar 2017 - bis Ende Juni will eine staat­liche Mindest­lohn­kom­mis­sion dazu Vorschläge erarbeiten. Am Montag teilte das Statis­ti­sche Landesamt mit: 2014 haben die Unter­nehmen bei uns im Freistaat einen Rekord­um­satz in Höhe von rund 125 Milli­arden Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von 2,2 Prozent gegen­über 2013. Umsatz­stärkste Branche war mit einem Erlös von 31,7 Milli­arden Euro demnach das verar­bei­tende Gewerbe, auf Platz zwei folgte der Handel mit einem Umsatz von 27 Milli­arden Euro. Mit Erlösen von rund 16,1 Milli­arden Euro waren Firmen in der Energie­ver­sor­gung die dritt­stärkste Branche - obwohl der Umsatz hier rückläufig war.