- Auf einem Parkplatz an der Eichendorffstraße sind vier Elektro-VWs (ID.3) abgefackelt.
- Die Autos standen ein Stück voneinander entfernt, deshalb kann man von vorsätzlicher Brandstiftung ausgehen.
- Die teuren E-Fahrzeuge sind allesamt schrottreif.
Vier E-Autos der Stadtwerke in Connewitz abgefackelt - jetzt ermittelt das LKA
Auf einem Parkplatz an der Eichendorffstraße in Leipzig-Connewitz haben am Dienstagmorgen früh vier Elektro-Autos der Stadtwerke gebrannt. Gegen 4 Uhr hatte es einen lauten Knall gegeben, Anwohner alarmierten Feuerwehr und Polizei. Die Autos, vier ID.3, wurden allesamt im vorderen Bereich schwer beschädigt, es entstanden vermutlich über 100.000 Euro Schaden.
Die Leipziger Feuerwehren Süd und West waren zwar schnell zum Löschen vor Ort, kontten die Fahrzeuge aber nicht mehr retten. Weil sie nicht eng beieinander standen, kann man von vorsätzlicher Brandstiftung ausgehen. Das bestätigte uns auch die Polizei auf Anfrage. Erst letzten Sommer hatten an gleicher Stelle zwei E-Autos gebrannt.
UPDATE 2 (Mittwoch):
Weil bei der vorsätzlichen Brandstiftung ein politisches Motiv im Raum steht, hat das Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) vom sächsischen Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen übernommen. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt. Es werden dringend Zeugen gesucht, die zur Aufklärung beitragen können. Sie sollen sich direkt beim LKA melden, Telefon 0351 / 855 2055 - oder jeder anderen Polizeidienststelle.
UPDATE 1 (Dienstag):
Auf der Internet-Plattform Indymedia ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Als Grund für den Brandanschlag erklären die mutmaßlichen Täter, dass die Stadt Leipzig „mithilfe des Fraunhofer-Instituts“ zum Rüstungsstandort werden wolle.
Und weiter: „Um klar zu machen, dass wir uns der Militarisierung in Leipzig entgegenstellen und der Logik des Krieges der Staaten immer verweigern werden haben wir gestern Nacht die Stadt Leipzig mit 4 Grillanzündern auf 4 Vorderreifen um 4 Autos gebracht. Der Ausbau von Leipzig zum Rüstungsstandort wird nicht ohne Widerstand bleiben!“


