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Von Asyl bis Zukunftsforum - Sachsen und Bayern zeigen Einigkeit

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Die Minis­ter­prä­si­denten von Sachsen und Bayern, Stanislaw Tillich (CDU) und Horst Seehofer (CSU), haben nach einer gemein­samen Kabinetts­sit­zung Einig­keit demons­triert. Die Themen der Zusam­men­kunft in Leipzig reichten am Dienstag von Asyl bis zu einem Zukunfts­forum „Innova­ti­ons­re­gion Bayern-Sachsen“. Danach sagte Seehofer, die Zusam­men­ar­beit der Bundes­länder sei allge­mein sehr gut. Doch die zwischen Bayern und Sachsen sei die inten­sivste.Die beiden Regie­rungs­chefs kündigten an, zusätz­lich zur Bundes­för­de­rung in den Ausbau der Elektro­mo­bi­lität inves­tieren zu wollen. Um genügend Ladesta­tion für E-Autos errichten zu können, sollen jeweils Landes­mittel bereit­ge­stellt werden, sagte Tillich. Die genaue Höhe sei aber noch unklar. Seehofer betonte, Inves­ti­tionen in die E-Mobilität seien wegen der Klima­schutz­ziele und indus­trie­po­li­ti­scher Inter­essen unver­zichtbar.Bei der Verkehrs­in­fra­struktur wollen sich Sachsen und Bayern auch dafür einsetzen, dass die Sachsen-Franken-Magis­trale bis 2023 durch­ge­hend elektri­fi­ziert wird. Dann solle Chemnitz - laut Tillich bisher die einzige deutsche Großstadt ohne Anschluss an das Fernver­kehrs­netz der Bahn - auch wieder mit Fernzügen erreichbar sein.Eine Koope­ra­tion verein­barten die beiden Staats­re­gie­rungen zudem bei der Bekämp­fung von Wohnungs­ein­brü­chen. Zum einen habe Bayern dort gute Erfah­rungen mit einem Präven­ti­ons­system gemacht. Zum anderem komme man dem Problem reisender Banden nur mit einer grenz­über­schrei­tenden Zusam­men­ar­beit bei.Mit Blick auf die AfD betonten Tillich und Seehofer, dass die Union sich auf ihre eigenen Themen konzen­trieren müsse. „Wir werden nur gewinnen mit einer Zukunfts­agenda, die weit über das hinaus­geht, was uns in den letzten Monaten beschäf­tigt hat“, sagte Seehofer. Man sei sehr gefangen gewesen im Zuwan­de­rungs-Thema. Tillich sagte, eine politi­sche Ausein­an­der­set­zung mit der AfD bedeute nicht, dass die Union deswegen ihre Ausrich­tung verän­dere.(DPA)