Kritik an Betriebsabrechnungen: So reagiert Vonovia auf unsere Nachfragen
Trotz anhaltender Kritik von vielen Mietern zieht der Immobilienkonzern Vonovia für die Stadt Leipzig eine positive Bilanz für das Jahr 2024. Ein Grund dafür ist unter anderem das Ergebnis einer unabhängig durchgeführten Umfrage, wonach 76 Prozent der befragten Mieter sich zufrieden mit der Arbeit des Unternehmens zeigten.
Wie Vonovia jetzt auf die Kritik reagiert
Dennoch bleiben große Herausforderungen bestehen, insbesondere bei der Kundenkommunikation und den oft kritisierten Betriebskostenabrechnungen. Regionalbereichsleiter René Berott und sein Team in Leipzig setzen daher nach eigener Aussage verstärkt auf Verbesserungen in der Kommunikation, um dieses Problem langfristig zu lösen. Berott rät Mietern bei Problemen mit ihren Wohnungen dazu, direkt den Kontakt mit Vonovia zu suchen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Leipziger Mieterverein solle weiter ausgebaut werden, wie er betont. Was genau er sagte, können Sie sich hier unten im AUDIO anhören.
Das ist für dieses Jahr geplant
Ein Schwerpunkt in diesem Jahr 2025 liege auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Vonovia meint damit vor allem den Ausbau seines Fernwärmenetzes. Im vergangenen Jahr hätten bereits 43 Gebäude angeschlossen werden können. Bis 2026 sollen in den Stadtteilen Sellerhausen und Connewitz weitere 120 Gebäude mit rund 1100 Wohnungen folgen.
Zudem führe Vonovia derzeit Gespräche mit der Stadt Leipzig, um künftig auch bei denkmalgeschützten Gebäuden Photovoltaikanlagen installieren zu können. Laut René Berott ist bislang jedoch unklar, ob dies wegen dem Denkmalschutz nur auf der Hofseite oder auch auf der straßenseitigen Dachfläche möglich sein wird. Unabhängig davon wolle man in den kommenden anderthalb Jahren weitere 70 Gebäude in Leipzig mit Solaranlagen ausgestatten.
Insgesamt blickt das Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Mit rund 10.000 Wohnungen und etwa 20.000 Mieterinnen und Mietern sehe man sich in der Messestadt gut aufgestellt. Der durchschnittliche Kaltmietpreis von 6,83 Euro pro Quadratmeter habe gehalten werden können und liege damit weiterhin leicht unter dem Leipziger Durchschnitt von 6,88 Euro.