Forstmaschine wird zur Feuerwehr
Zur Bekämpfung von Waldbränden in Sachsens kommt künftig auch ein mobiles Löschsystem für Forstspezialmaschinen zum Einsatz. Dazu wird ein sogenannter Forwarder, der normalerweise Baumstämme aus dem Wald holt, mit einem 10.000 Liter fassenden Wassertank plus Wasserwerfer ausgestattet. Das geländegängige Allrad-Fahrzeug schafft Steigungen von bis 50 Prozent und erleichtert somit die Brandbekämpfung in unwegsamen Gelände, in das die Feuerwehr sonst erst Schlauchleitungen legen müsste. Das Fahrzeug bringt außerdem die doppelt soviel Wasser wie ein Tanklöschzug der Feuerwehr in den Wald. Nachschub kann es sich in den sieben Löschwasser-Zisternen in und um den Nationalpark Sächsische Schweiz holen, in die die Kommunen letztes Jahr investierten.
Die erste Feuertaufe hatte der Lösch-Forwarder bereits im April bei einem Waldbrand in Langenhennersdorf. Doch er kann auch in ganz Sachsen eingesetzt werden - muss dann allerdings per Tieflader vor Ort gebracht werden.
Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) erklärte: „Gerade die Dürren und überdurchschnittlich warmen Jahre lassen das Risiko von Waldbränden steigen. Langfristig hilft unser Waldumbau hin zu klimastabilen Mischwäldern. Kurzfristig hilft auch die neu angeschaffte Technik. Damit können unsere Forstleute sehr früh Brände bekämpfen und ihre Ausbreitung verhindern.“