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  • Glühendes Nebenprodukt: Bei der Erhitzung von Steinkohle entstand Koks – das entweichende Gas diente als Leuchtgas für Leipziger Straßenlaternen.

Was hat Koks im Gasometer Leipzig zu suchen?

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Bevor elektrisches Licht die Nächte vertrieb, erhellte Gas die Leipziger Straßen. Doch um den Rohstoff für die Straßenlaternen zu gewinnen, brauchte es ein rußiges Verfahren – mit drastischen Folgen für die Nachbarschaft.

Ab 1884 produzierte das Leipziger Gaswerk das sogenannte Leuchtgas. Das Prinzip dahinter war simpel, aber wirkungsvoll: Steinkohle wurde unter hoher Hitze gebacken. Gästeführer im Gasometer Markku Weber bringt das Verfahren auf den Punkt: „Dort genau wurde die Steinkohle erhitzt, also man nannte das “verkokst„ oder auch entgast. Und das Gas, was da entwich, war der Grundstock für das Leuchtgas.“

Vom Gaswerk zur Dreckschleuder

Als festes Nebenprodukt blieb dabei glühender Steinkohlenkoks zurück. Genau dieser Schritt verwandelte das Gaswerk allerdings in eine echte Dreckschleuder. Um den Koks weiterzuverarbeiten, musste er mit kaltem Wasser abgelöscht werden. Das Ergebnis: Riesige Wolken aus Dampf, Ruß und Gestank stiegen mitten im Wohngebiet auf.

Wie extrem das die Menschen vor Ort traf, weiß Markku Weber aus erster Hand: „Ich habe mal eine ältere Dame kennengelernt. Die sagte, hier in der Nachbarschaft Wäsche raushängen, war unmöglich.“ So zahlten die Anwohner für das helle Licht auf den Straßen mit Ruß auf der Wäscheleine und miefender Luft im Kiez.

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Unser Beitrag zur Geschichte des Gasometer Leipzig:

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