Wegen drohender Pleite: Stadt pumpt frische Millionen ins Klinikum St. Georg
Millionen-Spritze fürs Klinikum St. Georg. Um eine Pleite abzuwenden, will die Stadt erneut knapp 50 Millionen Euro in das kommunale Krankenhaus pumpen! Mit rund 38 Millionen Euro soll das Defizit vom letzten Jahr ausgeglichen werden, wie die Stadt jetzt mitteilte. Weitere 10 Millionen seien für wegen gestiegener Preise laufende Bauarbeiten vorgesehen.
Man bekenne sich auch weiterhin zu dem 800-jährigen Krankenhaus mit seinen 2700 Mitarbeitern, erklärte OB Burkhard Jung dazu. Mit der Klinik-Reform der Bundesregierungsolle die Finanzierung besser werden. Über die neue Finanzspritze soll der Stadtrat im April entscheiden.
Die finanziellen Probleme des Leipziger Krankenhauses sind laut Linke-Landeschefin Susanne Schaper (46) kein Einzelfall. „Sachsens Krankenhäuser schweben in großer Insolvenzgefahr, auch wenn jedes seine spezifischen Probleme hat“, sagte die Chemnitzerin am Montag. Kommunale Träger könnten das nicht lange abfangen. „Alle Krankenhausstandorte müssen gesichert werden, mindestens als Poliklinik.“ Dies müssten Land und Bund gemeinsam gewährleisten.