Wegen SMS-Betrug in Leipzig: Vier Gauner geschnappt
Staatsanwaltschaft und Kripo haben am 6. Februar vier Verdächtige geschnappt, die im Visier stehen, eine Vielzahl von Menschen im ganzen Land abgezockt zu haben. Wie die Polizei jetzt mitteilte, handelten die Täter dabei raffiniert: Sie versandten Tausende SMS mit einem sogenannten Phishinglink und gaben vor, dass die Gültigkeit für eine Sicherheits-App für Online-Banking abgelaufen ist. Ein Phishing-Link ist hierbei eine betrügerische Webadresse, die Nutzer dazu zu verleitet, vertrauliche Informationen wie Benutzernamen, Passwörter oder persönliche Daten preiszugeben. Diese Links sehen oft aus wie echte Webseiten, sind jedoch darauf ausgelegt, Daten zu klauen. Opfer, die darauf hereinfallen, landen auf gefälschten Bankseiten und werden dann von den Betrügern telefonisch kontaktiert. Unter dem Vorwand der Aktivierung der Sicherheits-App werden dann tatsächlich Überweisungsaufträge freigegeben.
Das ist aber nicht die einzige Masche der Betrüger. Manchmal geben sie sich per SMS als Angehörige aus, erwecken Vertrauen und erschleichen sich so viel Geld. Am 17. Januar fiel auch ein Leipziger auf diese SMS-Betrugsmasche rein. In der Annahme, dass seine Tochter dringende Rechnungen zu bezahlen hat, wurde er schnell um eine vierstellige Summe gebracht.
Dank des Falls in Leipzig wurden die Beamten hellhörig und begannen mit aufwändigen Ermittlungen. Wenig später wurden die Täter dann im Raum Leverkusen und Bremen geortet. Spezialkräfte der Polizei griffen beherzt zu und nahmen die SMS-Betrüger ( drei Niederländer und eine deutsche Frau) fest.
Allein am Tag der Festnahme konnten die die Betrüger noch ca. 2300 solcher SMS verschicken und gelangten so an mindestens 33.000 Euro.
Alle vier Tatverdächtigen sitzen nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.