Weiteres Todesopfer nach schwerem Busunglück
Nach dem schweren Busunfall auf der A4 hat sich die Zahl der Todesopfer auf 11 erhöht. Wie die Polizei mitteilte, sei auch der letzte Insasse des polnischen Kleintransporters heute seinen schweren Verletzungen erlegen. Acht Opfer konnten inzwischen zweifelsfrei identifiziert werden. Unterdessen wurden alle drei Unfallfahrzeuge beschlagnahmt. Sie sollen im Laufe der Woche untersucht werden, um die Unfallursache klären zu können. Die Polizei prüft dabei auch, ob es einen technischen Fehler gab, oder der Fahrer des polnischen Busses übermüdet war. Am Sonntag hatte die Staatsanwaltschaft Dresden Haftbefehl gegen den 44-Jährigen beantragt. Diesen lehnte das Amtsgericht aber ab, da keine akute Fluchtgefahr bestehe, so Oberstaatsanwalt Lorenz Haase. Bei dem schweren Busunfall auf der A4 bei Dresden hatte es in der Nacht zum Samstag elf Tote und 68 Verletzte gegeben. Die Autobahn war bis in den Vormittag voll gesperrt, am Mittag wurde gegen 13 Uhr die Vollsperrung aufgehoben.Reisebus durchbrach Mittelleitplanke und stürzte Böschung hinabVor der Anschlussstelle Neustadt war kurz vor 2 Uhr ein polnischer Reisebus auf einen Reisebus aus der Ukraine aufgefahren. Der polnische Reisebus geriet ins Schleudern, durchbrach die Mittelleitplanke und prallte auf der Gegenfahrbahn mit einem polnischen Kleinbus zusammen. Daraufhin stürzte der Bus eine Böschung hinab. Vollsperrung am Mittag aufgehobenDie Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Autobahn musste zwischen Dresden-Neustadt und Dresden-Altstadt in beiden Richtungen gesperrt werden. Gegen 10.30 Uhr wurde die Autobahn in Richtung Chemnitz wieder freigegeben. Gegen 13 Uhr erfolgte auch die Freigabe in Richtung Görlitz."Solche Bilder vergisst man sein Leben lang nicht mehr"Wie der Dresdner Feuerwehr-Chef Andreas Rümpel unserem Sender sagte, werden Verletzte, Angehörige und auch Einsatzkräfte von Kriseninterventions-Teams und Notfallseelsorgern betreut. "Da es ein grausiges Bild war, gibt es auch eine Einsatznachsorge. Solche Bilder vergisst man sein Leben lang nicht mehr", sagte Feuerwehr-Chef Rümpel.Busunternehmen Sindbad informiertWie das Busunternehmen Sinbad auf seiner Website mitteilte, handelte es sich um einen Bus vom Typ Setra 431D. Der Doppelstockbus sei noch am 8. Juli technisch untersucht worden. Zwei Ersatzbusse sind in der Nacht zum Unfallort geschickt worden. Das Busunternehmen ist eine "gute Firma", teilte die polnische Transportaufsichtsbehörde. Die Firma sei in den vergangenen 2,5 Jahren 99 Mal kontrolliert worden und es gab nur in acht Fällen kleinere Beanstandungen.Informationen des Reiseanbieters Sindbad (polnisch): http://www.sindbad.pl/aktualnosci/wypadek-autokaaru-sindbad-w-dniu-19072014Info-Hotline für Angehörige: +48 77 443 44 44