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Wende im Leipziger Mordprozess ohne Leiche – Toter wurde im Wald gefunden

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Eine Syrerin, ihre 17-jährige Tochter und deren 21 Jahre alter Freund müssen sich seit acht Monaten vor dem Landge­richt Leipzig wegen Mordes verant­worten. Was bisher fehlte, war die Leiche. Doch jetzt gab es eine überra­schende Wende: Die Überreste des Dolmet­schers, den das Trio aus Habgier getötet haben soll, wurden in einem Waldstück an der A2 gefunden. Das schreibt die "Bild" in ihrer Online-Ausgabe. Zunächst hatte die Magde­burger Volks­stimme darüber berichtet  und sich auf Ermitt­ler­kreise berufen. Die Polizei in Magde­burg wollte das zunächst nicht bestä­tigen. Die Angeklagten wurden zur Verhand­lung am Mittwoch damit überrascht. Sie hatten sich bisher nicht geäußert. Der 30 Jahre alte Dolmet­scher, der Ex-Freund der 17-jährigen Mitan­ge­klagten, war Ende 2015 verschwunden. Die Ermittler kamen dem Trio auf die Spur, weil sie im Auto des Vermissten geblitzt wurden. Sie sollen den 30-Jährigen aus Habgier getötet, sein Auto gestohlen und sein Konto leerge­räumt haben. Die 17-jährige Syrerin und der 30-jährige Dolmet­scher, der ursprüng­lich aus Afgha­nistan stammt, sollen sich in einem Flücht­lings­heim in Chemnitz kennen­ge­lernt haben. Später zog das Mädchen mit ihrer Mutter nach Leipzig, die Bezie­hung brach ausein­ander.