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Weniger Rettungs­einsätze für sächsische Luftretter

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Dresden/Zwickau (dpa/sn) - Die beiden Hubschrauber der DRF Luftret­tung in Sachsen hatten im vergan­genen Jahr weniger Einsätze. Die in Dresden und Zwickau statio­nierten Maschinen wurden 2.632 Mal alarmiert, um Schwer­kranke oder Unfall­opfer in Kranken­häuser zu bringen, wie eine DRF-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das waren gut 200 weniger als im Jahr zuvor. Chris­toph 38 aus Dresden stieg dabei 1.347 Mal auf, Chris­toph 46 in Zwickau 1.285 Mal. „Der Hubschrauber ist immer dann, wenn ein Notarzt schnell vor Ort sein muss, unschlagbar.“  Am häufigsten kommen die Hubschrauber bei Herz-Kreis­lauf-Fällen wie Herzin­farkt und Schlag­an­fall zum Einsatz, aber auch bei schweren Verlet­zungen, die lebens­be­droh­lich sind. „Das garan­tiert schnelle Hilfe und einen zügigen Trans­port in eine Fachklinik“, erklärte die DRF-Sprecherin. Auch bei Arbeits­un­fällen zahle sich eine spezi­elle Behand­lung aus. „Die Betrof­fenen profi­tieren nicht nur hinsicht­lich des Überle­bens, sondern auch in Sachen künftiger Lebens­qua­lität.“  Die Rettungs­ein­sätze in Sachsen machten rund sieben Prozent aller Flüge der DRF Luftret­tung bundes­weit aus. Die Piloten kamen etwa einem Forst­ar­beiter zu Hilfe, den ein gefällter Baum unter sich begraben hatte, einem vom Lkw überrollten Neunjäh­rigen, einer Bäuerin, die einem Bullen zu nah gekommen war, oder retteten einer beim Geoca­ching abgestürzten Frau das Leben.  Ein Mädchen, das in einer Kita am Essen zu ersti­cken drohte, war indes schon wieder wohlauf - dank beherzter Erzieher. „Im Notfall zählt jede Minute“, sagte die DRF-Sprecherin. „Und die schnellste medizi­ni­sche Hilfe kommt aus der Luft.“ Unser Repor­terin hat die Luftretter einen Tag lang begleitet:

Audio:

Unter­wegs mit dem Rettungs­hub­schrauber