• Franck Ribery erzielt das entscheidende Tor gegen die Roten Bullen.

Wieder keine Punkte für RB in München

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Auch im dritten Anlauf ist RB Leipzig in der Münchner Allianz Arena gegen den FC Bayern leer ausgegangen. Am Mittwochabend mussten sich die Roten Bullen im Spitzenspiel beim Rekordmeister mit 0:1 geschlagen geben. Vor 75.000 Zuschauern besorgte Franck Ribéry den entscheidenden Treffer in der 83. Minute. In der Nachspielzeit sahen Stefan Ilsanker auf Leipziger Seite Rot und Renato Sanches auf Bayernseite Gelb-Rot.

Gleich von Beginn an verdeutlichten die Gäste als eine Lightversion von Königsklassen-Achtelfinalgegner FC Liverpool aber, dass sie für die Bayern ein anderer Prüfstein als die letzten Bundesliga-Gegner Nürnberg (3:0) und Hannover (4:0) werden würden. Die Roten Bullen starteten aggressiver und beweglicher, ohne jedoch zu ungestüm zu agieren. Die Münchner, die in derselben Formation wie in Hannover und ohne den am Rücken verletzten Jérôme Boateng aufliefen, präsentierten sich geduldig. Beide Teams leisteten sich im Spielaufbau reichlich Ballverluste, im Angriff fehlten gegen stabile Defensivreihen lange die ganz großen Ideen.

Die erste Topmöglichkeit hatten die Bayern. Fein frei gespielt von Gnabry tauchte Robert Lewandowski vor RB-Keeper Peter Gulacsi auf, doch dieser lenkte den Schuss des Polen an den Pfosten. Bitter für Bayern: Wenig später griff sich Gnabry nach einem Sprint an die Leiste. Er musste raus, für ihn kam der gegen Hannover wegen Hüftproblemen geschonte Ribéry.

Auch die Leipziger verzeichneten einen Aluminiumtreffer. Nach einem Eckball von Kevin Kampl köpfte Dayot Upamecano an die Latte. Die Gäste erlebten beim dritten München Auftritt ein Novum. Anders als beim 0:2 und beim 0:3 in den Vorjahren mit frühen Platzverweisen durften sie nach der Pause wieder zu Elft aufs Feld.

RB-Angreifer Werner eröffnete mit einem Schuss über den Bayern-Kasten (48.) eine zweite Spielhälfte mit mehr Torszenen. Wiederholt gab es schon Spekulationen, dass der 22-jährige Werner ein Bayern-Kandidat sein könnte.

Auch Kingsley Coman wirkte leicht angeschlagen, als er in der 61. Minute gegen Renato Sanches ausgetauscht wurde. Der Distanzschuss des Portugiesen strich rund einen Meter am Tor vorbei (65.).

Von Leipzig kam in der Schlussphase herzlich wenig nach vorne. Die Bayern drängten, aber mussten lange warten. Niklas Süle (78.) und Joshua Kimmich (79.) scheiterten - dann kam Ribéry. Leipzig bekam den Ball nicht raus, der 35-Jährige ließ noch zwei Gegenspieler aussteigen und traf zum zweiten Saisontor.

Hitzig wurde es in der Nachspielzeit. Ilsanker sah für sein überhartes Einsteigen gegen Thiago glatt Rot. Weil er nach seinem Foul von Sanches geschubst wurde, sah der gleich noch Gelb-Rot.